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Überraschend schlechte Stimmung in Belgien - 'Kein Signal für Europa'

Die überraschende Stimmungseintrübung in der belgischen Wirtschaft am Dienstag wird sich nach Einschätzung von Volkswirten nicht in diesem Ausmaß in den anderen Ländern der Eurozone fortsetzen. In Belgien ist der Indikator für das Unternehmensvertrauen nach Angaben der belgischen Notenbank vom Dienstag um 4,2 Punkte auf minus 1,9 Punkte eingebrochen. Von AFX befragte Volkswirte hatten im Durchschnitt lediglich einen Rückgang auf plus 1,3 Punkte erwartet.

dpa-afx BRÜSSEL. Die überraschende Stimmungseintrübung in der belgischen Wirtschaft am Dienstag wird sich nach Einschätzung von Volkswirten nicht in diesem Ausmaß in den anderen Ländern der Eurozone fortsetzen. In Belgien ist der Indikator für das Unternehmensvertrauen nach Angaben der belgischen Notenbank vom Dienstag um 4,2 Punkte auf minus 1,9 Punkte eingebrochen. Von AFX befragte Volkswirte hatten im Durchschnitt lediglich einen Rückgang auf plus 1,3 Punkte erwartet.

Das belgische Geschäftsklima gilt allgemein als guter Frühindikator für das Wachstum in der Eurozone insgesamt. Die belgische Volkswirtschaft wird gleichermaßen von den Einflüssen aus den beiden größten Volkswirtschaften der Eurozone, Deutschland und Frankreich, geprägt. Gleichwohl sollten das enttäuschende Ergebnis den Experten zufolge nicht einfach fortgeschrieben werden.

Technische Korrektur

"Der Rückgang in Belgien ist vor allem eine technische Korrektur dieser speziellen Datenserie", sagte Analystin Annemarieke Christian von Morgan Stanley. "Wir rechnen nicht mit einer ähnlichen Entwicklung beim ifo-Geschäftsklima im August". Das ist kein eindeutiges Signal für Europa. Auch die von AFX News befragten Volkswirte rechnen im Durchschnitt nur mit einer leichten Stimmungseintrübung in der deutschen Wirtschaft.

Nach dem Anstieg im Juli erwarten die befragten Volkswirte im Durchschnitt am Donnerstag einen Rückgang des wichtigsten Stimmungsindikators für die deutsche Wirtschaft von 95,6 Punkten im Vormonat auf 95,0 Punkte im August.

Auch Phyllis Papadavid von Lehman Brothers weist auf Divergenzen zwischen dem belgischen Stimmungsindikator und der Entwicklung in der Eurozone in den vergangenen Monaten hin. Deshalb sollte der Rückgang nicht überinterpretiert werden.

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