Überraschung zu Beginn: Kommentar: Der Irak-Krieg hat begonnen

Überraschung zu Beginn
Kommentar: Der Irak-Krieg hat begonnen

Der Irak-Krieg hat mit einer Überraschung begonnen. In der Morgendämmerung schlugen die ersten Marschflugkörper vom Typ Cruise Missile in Bagdad ein. Ihr Ziel: Saddam Hussein.

Der Irak-Krieg hat mit einer Überraschung begonnen. In der Morgendämmerung schlugen die ersten Marschflugkörper vom Typ Cruise Missile in Bagdad ein. Ihr Ziel: Saddam Hussein. Die USA haben nach eigenen Angaben eine Gelegenheit gesehen, den irakischen Diktator und seinen engsten Führungskreis aus dem Weg zu räumen. Sollten sie damit Erfolg gehabt haben, wäre der Krieg womöglich zu Ende, bevor er richtig begonnen hat. Bislang gibt es jedoch keine Bestätigung dafür.

Klar ist dagegen, dass die Amerikaner sich ihrem Gegner derart überlegen fühlen, dass sie gegen alle bisherigen Regeln der Militärkunst verstoßen können. Luftangriffe müssen nicht mehr unter im Schutz der Dunkelheit geflogen werden. Der Sonnenaufgang über Bagdad hatte bereits begonnen, als die ersten Explosionen zu hören waren. Die USA können es sich darüber hinaus offenbar leisten, nach den ersten "chirugischen" Attacken erst einmal abzu-warten. Der angekündigte Feuersturm und Bombenhagel blieb bislang aus.

Zuversicht und Selbstbewusstsein auch im Weißen Haus. Nach einer kurzen Ansprache an die Nation ging US-Präsident George W. Bush ins Bett. Wenn er aufwacht, könnte sich das Schicksal Saddam Husseins bereits entschieden haben. Der Welt bliebe dann womöglich ein Krieg mit unabsehbaren Folgen erspart.

Torsten Riecke leitet das Ressort Meinung & Analyse. Er befasst sich vor allem mit Wirtschafts- und Finanzthemen.
Torsten Riecke
Handelsblatt / International Correspondent
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