Überschuss im Westen, Fehlbetrag im Osten
BfA erwartet für 2001 Überschuss von 2,7 Mrd. DM

Die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) erwartet für das kommende Jahr einen Überschuss von 2,7 Mrd. DM. BfA-Vorstandschef Dieter Richardt sprach von einer positiven Situation der Rentenversicherung. Er forderte einen schnellen Rentenkonsens. Der Parteienstreit gefährde das Vertrauen der Bevölkerung.

Reuters BERLIN. Die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) erwartet im kommenden Jahr einen Überschuss von 2,7 Mrd. DM. Nach dem am Donnerstag von der Vertreterversammlung in Berlin beschlossenen Haushalt im Volumen von 224,2 Mrd. DM stehen Überschüsse in den alten Ländern von 14,2 Mrd. DM einem Fehlbetrag in Ostdeutschland von 11,5 Mrd. DM gegenüber. BfA-Vorstandsvorsitzender Dieter Richardt sagte vor der Versammlung, die aktuelle Situation der Rentenversicherung sei positiv zu bewerten.

In diesem Jahr werde in der gesetzlichen Rentenversicherung insgesamt ein Überschuss von rund 1,9 Mrd. DM erwartet. Dadurch verbessert sich die so genannte Schwankungsreserve auf etwa 27,9 Mrd. DM. Diese entspreche dann genau einer Monatsausgabe der Rentenversicherungsträger.

Zur Rentenreform, die derzeit im Bundestag beraten wird, sagte Richardt: "Wir brauchen den großen Rentenkonsens, und zwar so schnell wie möglich." Die vergangenen Wochen hätten deutlich gemacht, dass "der in den Details kaum mehr nachzuvollziehende Parteienstreit um die aktuelle Rentenreform das Vertrauen der Bevölkerung in die Ernsthaftigkeit der Bemühungen um eine dauerhafte Stabilisierung des Rentensystems nachhaltig gefährdet". Zur Stabilisierung der Beiträge will die Bundesregierung das Niveau der gesetzlichen Rente von jetzt 70 auf 64 % absenken. Zum Ausgleich sollen die Arbeitnehmer eine private, staatlich geförderter Altersvorsorge aufbauen. Das stößt bei der Opposition, den Gewerkschaften und Teilen der SPD auf Kritik.



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