Übersicht
14 Parteien stehen zur Wahl

Insgesamt treten 14 Parteien oder Wählergruppen zur Landtagswahl in Bayern an. Nur 7 von ihnen kandidieren jedoch bayernweit.

HB/dpa MÜNCHEN. Neben den bisherigen Landtagsparteien CSU, SPD und Grüne sind das die Freien Wähler, die rechtsradikalen Republikaner, die konservative Umweltpartei ÖDP und die FDP. Die anderen Gruppierungen sind nicht in allen sieben bayerischen Regierungsbezirken (Wahlkreisen) vertreten. Landesweit bewerben sich gut 1500 Kandidaten um die Gunst der Wähler - rund 600 weniger als vor fünf Jahren.

Ein Unikum auf den Listen ist die Bayernpartei (BP), die in sechs Wahlkreisen antritt. Die weißblauen Traditionalisten, die einst die CSU das Fürchten lehrten, sind zwar schon lange zu einer Null-Komma- Splitterpartei geschrumpft (1998: 0,7). Gleichwohl hoffen sie, mit ihrer Forderung nach einem freien und unabhängigen Bayern zu punkten.

Auch die Republikaner kämpfen gegen den Abstieg in die politische Bedeutungslosigkeit. Nachdem die Partei mit ihrem damaligen Vorsitzenden Franz Schönhuber 1990 den Einzug in den Landtag mit 4,9 Prozent nur ganz knapp verpasst hatte, sieht der Verfassungsschutz sie inzwischen massiv geschwächt. Allein im vergangenen Jahr sank die Mitgliederzahl um rund ein Viertel auf etwa 3000.

Die Freien Wähler, in Bayerns Kommunen drittstärkste Kraft, hoffen dagegen, wenigstens im zweiten Anlauf ein Standbein in der Landespolitik zu bekommen. 1998 konnten sie bei ihrem ersten bayernweiten Antreten mit 3,7 Prozent zwar einen Achtungserfolg verbuchen, schafften aber den Einzug in den Landtag nicht. Auch die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) holte mit 1,8 Prozent ein für sie enttäuschendes Ergebnis - die wertkonservativen Umweltpolitiker hatten sich nach ihrem sensationellen Erfolg mit dem Volksbegehren zur Abschaffung des Bayerischen Senats eindeutig mehr versprochen.

Die FDP musste vor fünf Jahren mit 1,7 Prozent das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte hinnehmen. Mit der früheren Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger als Spitzenkandidatin hoffen die Liberalen jetzt, im dritten Anlauf endlich wieder die Rückkehr ins Maximilianeum zu schaffen.

Und das sind die Parteien, die in allen sieben Regierungsbezirken antreten (Reihenfolge nach dem Abschneiden 1998):

CSU Christlich-Soziale Union in Bayern e.V.
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen
FW Freie Wähler Bayern e.V.
REP Die Republikaner
ÖDP Ökologisch-Demokratische Partei
FDP Freie Demokratische Partei

Nur in einzelnen Regierungsbezirken kandidieren:

BP Bayernpartei (Oberbayern, Niederbayern, Oberpfalz, Oberfranken, Mittelfranken, Schwaben)
PBC Partei Bibeltreuer Christen (Oberbayern, Oberpfalz, Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken, Schwaben)
Freie Franken Landeswählergruppe der Franken (Oberfranken)
Unabhäng. Kandidaten Aktion "unabhängige Kandidaten" (Schwaben)
AUFBRUCH Aufbruch für Bürgerrechte, Freiheit und
Gesundheit (Oberbayern, Schwaben)
BB Bürger e.V. -Block (Oberbayern)
BüSo Bürgerrechtsbewegung Solidarität (Oberbayern, Niederbayern, Oberpfalz, Mittelfranken, Schwaben)

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