Übersicht: Unternehmen des Deutschen Aktienindex
Strategen erwarten Dax Ende 2005 bei rund 4.500 Punkten

Der deutsche Aktienindex Dax wird nach Schätzungen von Banken im Dezember 2005 bei 4.494 Punkten stehen. Dies geht aus einer Umfrage von Dow Jones Newswires unter 18 Finanzinstituten hervor.

vwd FRANKFURT. Für den Euroo-Stoxx-50-Index wird ein Schlussstand von 3.161 Punkten erwartet, und für den US-Index S&P-500 rechnen die Institute mit 1.250 Zählern. Insgesamt sind die Strategen für das kommende Börsenjahr zuversichtlich gestimmt. Dabei sollte der konjunkturgetriebene "Gewinnanstieg" der Unternehmen als Investmentthema in den Hintergrund treten und von "Kostensenkungen" abgelöst werden.

» Lesen Sie hier mehr über eine Vielzahl der im Dax vertretenen Unternehmen (Liste: siehe unten)

Besonders gute Nachrichten für Deutschland kommen von den Analysten der ABN Amro. Deutschland habe das höchste Kostensenkungspotenzial und den Reformprozess endlich begonnen, heißt es. Während die Verbraucher für die Änderungen bezahlen müssten, seien die Unternehmen die ProfitEuroe der Reformen. Für deutsche Aktien rechnen die Analysten daher mit einer Outperformance gegen Europäische und US-Aktien bis weit ins Jahr 2005 hinein. Damit sollten die deutschen Titel ihren hohen Bewertungsabschlag aufholen.

Das Tempo der deutschen Reformen habe sich zwar verlangsamt, sei aber immer noch schneller, als die meisten dächten. Der Markt habe die Verbesserungen in Deutschland noch nicht voll eingepreist, was Raum lasse für eine überdurchschnittliche Entwicklung des Dax. ABN Amro erwartet im kommenden Jahr allerdings für ganz Euroopa steigende Aktienkurse. Gerade die High-Beta-Natur des Dax stelle dabei einen weiteren positiven Faktor dar.

Auch die Aktienstragegen des Helaba Trust erwarten, dass sich das Ausloten von Einsparpotenzialen positiv in den Gewinnen niederschlagen wird. Für die Anleger werde von Interesse sein, welche Unternehmen von einem solchen positiven Strukturbruch besonders profitieren könnten. Zu diesem Zweck haben die Analysten den Effekt einer pauschalierten fünfprozentigen Senkung der in WestEuroopa ausgezahlten Löhne und Gehälter auf den Gewinn untersucht. Dabei zeige sich, dass aus den Europäischen Blue Chips nur wenige klare Gewinner herausragen.

Bezeichnenderweise handele es sich dabei ausschließlich um deutsche Titel. Ganz vorne liege der industrielle Bereich mit VW, Lufthansa, MAN und ThyssenKrupp. Auch für Deutsche Post und TUI stelle die Reduktion des Personalkostenblocks einen entscheidenden Erfolgsfaktor dar, heißt es.

Etwas verhaltener sehen die Strategen der Hypovereinsbank das kommende Jahr. Die Aktienmärkte hätten in den vergangenen Monaten davon profitiert, dass die Befürchtungen der Investoren über den Gewinnausblick gesunken seien. Der positiven Liquiditätssituation stehe jedoch ein fundamentales Umfeld gegenüber, das derzeit erneut überwiegend verhaltene Signale sende. "Angesichts fallender Frühindikatoren, einem weiterhin hohen Ölpreis und dem wieder aufgenommenen Trend zu einem schwachen Dollar dürfte die Unsicherheit über das Gewinnwachstum 2005 und 2006 in den nächsten Wochen eher wieder zunehmen", so die Aktienstrategen.

Zwar dürften die um den Jahreswechsel zu erwartenden Zuflüsse in den Aktienmarkt eine Unterstützung bilden, eine deutliche Sentimentverbesserung sei jedoch unwahrscheinlich. Solange für die Aktienmärkte keine signifikante Bewertungsänderung zu erwarten ist, bleiben den weiteren Angaben zufolge die Kurspotenziale eng an das zu erwartende Gewinnwachstum gekoppelt. In einer historischen Betrachtung lasse sich zum Beispiel für den Dax ein Wert in der Größenordnung von rund 6 Prozent bis 7 Prozent herleiten.

Einige Dax-Unternehmen im Detail:

» Tui

» BASF

» Deutsche Börse

» Allianz

» ThyssenKrupp

» SAP

» Schering

» Siemens

» Post

» Deutsche Bank

» Bayer

» Eon

» BMW

» Volkswagen

» Lufthansa

» Continental

» Münchener Rück

» Commerzbank

» Telekom

» MAN

» RWE

» DaimlerChrysler

» Altana

» Henkel

» Adidas-Salomon

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