Übertragung bewegter Bilder ist möglich
Benutzerfreundlichkeit und Inhalte für den Erfolg des mobilen Internets

Benutzerfreundlichkeit und gute Inhalte sind offenbar das Erfolgsrezept für den mobilen Internet-Dienst i-mode in Japan. Den Nutzer interessiere nicht, ob er ein Telefon der zweiten oder dritten Mobilfunkgeneration in der Hand habe, und ob sein Handy HTML verstehe und eine E-Mail-Software habe, sagte der Managing Director des japanischen i-mode-Anbieters NTT DoCoMo, Takeshi Natsuno, am Dienstag auf der Computermesse Systems in München.

ddp MÜNCHEN. Die fast 30 Millionen Kunden, die sein Unternehmen in den vergangenen drei Jahren für das mobile Internet gewonnen hat, wollten sich individuelle Klingeltöne herunterladen, Nachrichten lesen und mit der neuen Generation der Mobiltelefone auch kleine Filme ansehen und nicht über die Technik dahinter diskutieren.

Dabei werde der i-mode-Dienst kontinuierlich weiterentwickelt, sagte Natsuno. Von den schwarz-weißen Displays, mit denen NTT DoCoMo im Februar 1999 gestartet ist, über die Einführung farbiger Bildschirme in den Mobiltelefonen neun Monate später, sei man inzwischen bei der Übertragung bewegter Bilder angekommen. Die Benutzerführung auf den Seiten bleibe dabei jedoch immer gleich. Kunden, die noch ein älteres Telefon hätten, besuchten etwa die gleichen Nachrichtenangebote, könnten die Überschriften und den Text lesen, sich jedoch nicht die Videos herunterladen. Dazu sei ein Handy der neuesten Generation notwendig, wie sie in Europa erst mit dem Start der UMTS-Dienste in etwa einem Jahr auf den Markt kommen.

Als treibende Kraft für die frühe Entwicklung und letztlich den Erfolg der Internet-Nutzung per Mobiltelefon sieht Natsuno die Inhalte. Dabei habe NTT DoCoMo mit i-mode ein Geschäftsmodell entwickelt, an dem nicht nur das Unternehmen selbst verdiene. Vor allem die Content-Provider müssten damit Umsatz generieren können, sagte Natsuno. Inzwischen arbeiteten rund 1 000 Inhalte-Anbieter für das mobile Internet von i-mode, die 2 000 Angebote in das mobile Netz einspeisten. Darüber hinaus gebe es etwa 50 000 weitere i-mode-Sites, denn jeder Teilnehmer könne auch zum Anbieter werden. Mit dem Start des weltweit ersten UMTS-Mobilfunknetzes im Oktober in Tokio ändere sich an dem Dienst nichts, außer dass einige neue Inhalte wie Filme dazukommen. Der Name i-mode bleibe erhalten, weil die Marke sehr bekannt sei.

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