Übertragung ist noch zu langsam
SMS, Wap und i-mode

Mit M-Commerce wird das Internet noch mobiler. Vorbei sind die Zeiten, in denen der Nutzer auf einen stationären Internetzugang am PC zurückgreifen musste, um online zu sein. Mit den Services SMS, Wap und i-mode in Japan lassen sich nicht nur Nachrichten versenden oder Informationen abrufen, sondern auch Waren bestellen, Logos oder Klingeltöne herunterladen, der Kontostand abrufen, Aktien ordern usf. usf. Mehr zur mobilen Zukunft im Mobile Special

DÜSSELDORF. M-Commerce funktioniert mit internetfähigen Endgeräten also überall. Bisher wurde die Stimmung aber durch die langsamen Übertragungsraten des gängigen Mobilfunkstandards GSM getrübt. So verliefen die ersten Gehversuche mit der Wap-Technologie mehr schlecht als recht. Die Wap-Handys waren zum Teil umständlich zu bedienen und sind es immer noch, die Übertragung von Wap-Angeboten dauert ewig.

Während Wap noch auf den Durchbruch wartet, boomt hingegen der Short Message Service. Mit jedem Handy kann der Nutzer SMS versenden, und das funktioniert denkbar einfach. Der i-mode-Service des Telekommunikationsunternehmens NTT Docomo als japanische Wap-Alternative ist hingegen der Renner: Für fast 20 Millionen Abonnenten des Mobilfunkdienstes i-mode gehört das mobile Internet in Japan zum Alltag. Im Gegensatz zu Wap bietet i-mode von Anfang an paketvermittelte Datenübertragung an und ist damit wesentlich schneller. Außerdem hat man dem Kunden nicht das Blaue vom Himmel versprochen, was der Dienst alles leisten kann. So machen Spaßangebote wie Logos, Klingeltöne und Fantasyfiguren den Großteil des japanischen Angebots aus, was dort zu Lande aber ein großer Erfolg ist.

Mit der Einführung der schnelleren, pakektbasierten GPRS- und dem Highspeed-Standard UMTS bekommen das mobile Internet und damit auch die Services SMS und Wap zusätzlichen Schub. Durch die größeren Übertragungsraten und erweiterte Technologien wie zum Beispiel EMS (Enhanced Messaging Services) und MMS (Multimedia Messaging Services) ist das Versenden von E-Mails oder Bildern dann kein Wunschtraum mehr. Auch Wap wird durch die paketbasierte Übertragung durch GPRS und UMTS an Geschwindigkeit und Effektivität gewinnen. Und NTT Docomo plant sogar, i-mode als Konkurrenz zuerst in Deutschland, Italien, den Niederlanden und Belgien zu vermarkten.

Schreiben Sie der Autorin: u.latzke@vhb.de

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