Übertragung von Gesprächen wird bis zu 80% Umsatz erreichen
Vodafone sieht Zukunft in Telefonie

dpa-afx LONDON. Das Geschäft mit der Übertragung von Gesprächen dürfte im Jahr 2004 75 bis 80 % des Umsatzes des britischen Mobilfunkriesen Vodafone ausmachen. Diese Entwicklung sei zu erwarten, obgleich die Dienstleistungen für die schnelle Datenübertragung zunehmend gut etabliert seien, erklärte der Konzern am Mittwoch in London. Experten zufolge könnte diese Stellungnahme von Vodafone Sorgen wiederbeleben über den Rückzahlungszeitraum im Zusammenhang mit den Investitionen in neuartige Kommunikationsnetzwerke, wie etwa UMTS. Vodafone plane die Einführung des Mobilfunkstandards der dritten Generation im Jahr 2004.

Allerdings sei es bei diesem wirtschaftlichen Volumen der Mobiltelefone notwendig, den GPRS-Service anzubieten, hieß es bei Vodafone. Dieser Standard solle die Datenübertragung über Mobilfunk Massenmarkt-tauglich machen. Ab April 2001 könne GPRS mit Geräten von Trium, Motorola und Samsung genutzt werden. Diese Geräte sollte dann über zwei bis vier Frequenzen verfügen und Daten in Raten von bis zu 48 Kilobits je Sekunde übertragen können. Derzeit liegt die Übertragungsrate bei 9,8 Kilobits. Weitere GPRS-Geräte von anderen Herstellern sollen im Jahresverlauf folgen.

SMS war Erfolg der letzten 18 Monate

Nur kleine Umsatzanteile würden im Jahr 2004 von anderen Kommunikationsdienstleistungen erbracht; 5 bis 10% sollten dabei Informations- und Unterhaltungs-Angebote ausmachen. Davon würden 3% von Telemetrie-Anwendungen kommen und anderen Übertragungen zwischen Maschinen und 8 bis 13% könnten von der Übertragungen von Nachrichten kommen. Letzterer Service, insbesondere in Form von SMS (Short Message Service) sei der eigentliche Erfolg der vergangenen 18 Monate gewesen. Die Nutzerzahl in dieser Geschäftssparte seien monatlich um 5% gestiegen.

Einen Abflachung der Nutzerzahlen bei Vodafone solle durch die Akquirierung von Neukunden für das Internet-Kundenportal Vizzavi streckenweise aufgefangen werden. Das Portal ist ein Joint-Venture von Vivendi und von Terenci. Bis zum Ende des zweiten Quartal des laufenden Jahres solle Vivazzi 2 Mio. Kunden haben.

Für das Jahr 2003 zeigte sich der Mobilfunkkonzern optimistisch, Cashflow-Synergien im Umfang von 500 Mio. GBP erreichen zu können; im darauf folgenden Jahr sollen diese Synergien bis auf 600 Mio. steigen.

Prognose: 2002 weltweit 1 Mio. Kunden

Für das Jahr 2002 prognostizierte Vodafone weltweit über 1 Mrd. Kunden für den Mobilkommunikations-Sektor. Die eigene Kundenbasis bezifferte der Konzern auf mehr als 80 Mio. zum Ende 2000. Davon seien 25% der Kunden bei einem mit Vodafone verbundenen Netzbetreiber registriert gewesen. Derzeit sei Vodafone in 30 Märkten aktiv - vor vier Jahren seien es lediglich 10 gewesen. Das Telekommunikationsunternehmen plant, bis 2002 ein Micropayment-System, ein elektronisches System für den Zahlungsverkehr über Mobilfunk, einzuführen.

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