Übertragungsrechte
Beck: "WM-Spiele 2006 frei empfangbar"

Die Fußball-WM 2006 wird nach Ansicht des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck komplett im frei empfangbaren Fernsehen gezeigt. Der Vorsitzende der Rundfunkkommission der Länder und des ZDF-Fernsehrates rechnet mit sinkenden Übertragungspreisen.

sid MANNHEIM. Die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 wird nach Ansicht des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck komplett im frei empfangbaren Fernsehen gezeigt. "Ich gehe davon aus, dass sämtliche Spiele kostenlos übertragen werden", sagte Beck dem "Mannheimer Morgen" (Freitag-Ausgabe). Der SPD-Politiker, der Vorsitzender der Rundfunkkommission der Länder und des ZDF-Fernsehrates ist, rechnet mit sinkenden Übertragungspreisen.

ARD und ZDF hatten mit dem Rechteinhaber Leo Kirch im Zuge der Verhandlungen über die Weltmeisterschaft 2002 ursprünglich eine Option vereinbart, 2006 für rund 250 Millionen Euro 24 Spiele zeigen zu können. `Diese Größenordnung war überzogen", räumte Beck ein, der seinerzeit eine Einigung zwischen den Öffentlich-Rechtlichen und Kirch gefordert hatte. "Wir haben unser Lehrgeld bezahlt." Beck forderte zudem den Weltfußballverband Fifa auf, "seine Verantwortung ernster zu nehmen". Doppelverkäufe bestimmter Rechte dürfe es nicht mehr geben.

Die stundenlange Vorberichterstattung der Öffentlich-Rechtlichen von den WM-Partien in Japan und Südkorea nannte Beck "arg übertrieben". Das Spiel solle im Mittelfeld stehen "und nicht das Drumherum", kritisierte der ZDF-Fernsehratsvorsitzende: "Irgendwann müssen wir uns noch anhören, wann die Oma des linken Verteidigers zum letzten Mal in der Kirche war."

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