Übertragungsrechte
Kirch will offenbar 500 Millionen DM für Fußball-WM 2006

vwd MÜNCHEN. Der Münchener Medienunternehmer Leo Kirch verlangt von ARD und ZDF mehr als eine halbe Mrd. DM für Übertragungsrechte der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland. Diese Zahl habe ZDF-Intendant Dieter Stolte in einer Vorlage für den Verwaltungsrat des Senders genannt, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" vorab aus ihrer Sonnabendausgabe. Die KirchGruppe wollte zu dem Bericht keine Stellung nehmen. "Wir werden den Stand der Verhandlungen mit ARD und ZDF nicht kommentieren", sagte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage.

Kirch will dem Zeitungsbericht zufolge beiden Sendern nur dann eine "feste Option" auf die WM 2006 gewähren, wenn er bereits jetzt einen Mindespreis von 450 Mill. DM plus Mehrwertsteuer zugesagt bekommt. Insgesamt wären das über 500 Mill. DM. Dafür sollen laut dem Zeitungsbericht ARD und ZDF ein "Paket" wie bei der WM 2002 in Asien erhalten, habe Stolte dem Verwaltungsrat mitgteilt. Von der WM 2002 sollen die öffentlich-rechtlichen Sender 25 Spiele zum Preis von 250 Mill. DM live übertragen dürfen, darunter alle Spiele der deutschen Elf, das Eröffnungsspiel, die Halbfinals und das Endspiel. Die ARD mache aber auch einen festen Zugriff auf die WM 2006 zur Bedingung.

Über die Senderechte sollen laut Zeitungsbericht ARD-Chef Fritz Pleitgen und Stolte am Montag mit Kirch verhandeln. Stolte schreibe in der Vorlage für den Verwaltungsrat, ein Zugriff auf die WM 2006 zu dem genannten Mindestpreis sei ihm bislang "nicht akzeptabel erschienen". Es sei aber denkbar, Kirch im Gegenzug Übertragungsrechte der Europameisterschaft 2004 zu überlassen, um die Kosten für ARD und ZDF zu senken.

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