Überwältigende Mehrheit
Bei DAG zeigt alles in Richtung Gewerkschaft Verdi

dpa BREMEN. Bei der Deutsche Angestellten-Gewerkschaft (DAG) zeigt alles in Richtung Dienstleistungsgewerkschaft ver.di. Mit überwältigenden Mehrheit sprach sich ein außerordentlicher Bundeskongress am Samstag in Bremen indirekt für die neue Dienstleistungsgewerkschaft aus.

Bei einer spontanen Abstimmung zum Ende des Kongresses stimmten 98,7 % der 177 anwesenden Delegierten für die Einberufung des ver.di-Gründungskongresses vom 17. bis 19. März 2001 in Berlin. Zwei Teilnehmer stimmten dagegen. Ursprünglich war keine Abstimmung vorgesehen.

Am Sonntag wollen sich auch 500 Delegierte der Deutschen Postgewerkschaft in Bremen bei einem Bundeskongress mit ver.di beschäftigen. DAG, ÖTV, die Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen (HBV), die IG Medien und die Postgewerkschaft (DPG) wollen sich zur weltweit größten Dienstleistungsgewerkschaft mit rund drei Millionen Mitgliedern zusammen schließen.

Mit der neuen Gewerkschaft soll nach den Worten des DAG- Vorsitzenden Roland Issen der Trend umgekehrt werden, nach dem sich immer weniger Arbeitnehmer gewerkschaftlich organisieren. "Die Zukunftswerkstatt ver.di muss dem Bündnis für Arbeit wirkungsvollere Elemente hinzufügen und darauf Einfluss nehmen, dass das Bündnis für Arbeit nicht in die Beliebigkeit der Bundesregierung gestellt wird." ver.di müsse Modelle entwickeln, wie die Globalisierung zu meistern sei und wie die sozialen Sicherungssysteme wirkungsvoll ausgerichtet werden können, betonte er.

In einem Grußwort warb der neue ÖTV-Chef Frank Bsirske für ver.di als eine große historische Chance, eine starke Interessenvertretung für private wie öffentliche Dienstleistungsbereiche zu schaffen. Ernst zu nehmen seien Ängste, was aus den vertrauten Strukturen wird. "Aber wir müssen auch zeigen, dass wir die Kraft haben, aufeinander zuzugehen, zusammenzufinden und zusammenzuwachsen."

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