Überwunden werden müsse die soziale Diskriminierung der Roma-Bevölkerung in einer Reihe von Ländern.
EU-Kommission sieht deutliche Fortschritte in Beitrittsländern

dpa STRAßBURG. Die EU-Kommission sieht bei den zwölf Beitrittskandidaten aus Mittel- und Osteuropa große Fortschritte bei den Kriterien Demokratie, Menschenrechte und Minderheitenschutz. "Ich sehe in keinem einzigen Land die Gefahr des Abgleitens in autoritäre Strukturen", sagte EU-Erweiterungskommissar Günter Verheugen bei der Aussprache des Europäischen Parlaments über die EU-Erweiterung am Dienstag in Straßburg.

Demokratische Grundwerte und Regeln seien in den Beitrittsländern fest verankert, sagte Verheugen weiter. Überwunden werden müsse jedoch noch die soziale Diskriminierung der Roma-Bevölkerung in einer Reihe von Ländern. Auch auf wirtschaftlichem Gebiet seien die Fortschritte deutlich. Fast alle Länder könnten als Marktwirtschaften betrachtet werden.

Allerdings sei die öffentliche Verwaltung häufig noch schwach, das Justizsystem biete noch nicht das Maß an Rechtssicherheit, das für die Gemeinschaft notwendig sei. Besonders besorgt zeigte sich Verheugen über die Korruption in einer großen Zahl der Länder, die er als "Krebs" bezeichnete, der immer weiter wuchere und krank mache, was noch gesund sei.

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