"UEFA-Cup-Platz ist möglich"
Hoffen auf bessere Zeiten bei Bayer

Bei Bayer Leverkusen ist die Zuversicht auf bessere Zeiten zurückgekehrt. 31 Tage nach dem nur knapp vermiedenen Abstieg steckten sich Spieler und Trainer optimistische Ziele für die neue Saison der Fußball-Bundesliga. "Ich glaube, dass wir eine gute Rolle spielen werden", sagte Bayer-Chefcoach Klaus Augenthaler zum Trainingsauftakt am Dienstag. Auch unter den 13 Profis, die die erste Trainingseinheit bestritten, wurde Optimismus verbreitet.

HB/dpa LEVERKUSEN. "Ein UEFA - Cup-Platz müsste drin sein", meinte Daniel Bierofka. Ähnlich äußerte sich auch der Brasilianer Robson Ponte, der zwei Jahre an den VfL Wolfsburg ausgeliehen war und nun wieder im Bayer-Kader ist. "Wir haben starke Spieler und werden oben mitspielen."

Neben Ponte waren auch die Neuverpflichtungen Ingo Hertzsch (Hamburger SV) und Clemens Fritz (Karlsruher SC) zum ersten Training erschienen. Der schwedische Nationalspieler Teddy Lucic von Leeds United wird später erwartet. Erst am 4. Juli müssen Nationalspieler wie Bernd Schneider, Carsten Ramelow, Oliver Neuville oder die Brasilianer Lucio und Juan, die beim Confederations-Cup in Frankreich im Einsatz waren, wieder zum Dienst antreten. Offen ist noch, wann die langzeitverletzten Jens Nowotny und Zoltan Sebescen wieder zum Kader stoßen.

Da Leverkusen 25 Millionen Euro einsparen muss, könnte für einige Profis bis zum Transferschluss (31. August) noch die Abschiedsstunde schlagen. So bemüht sich Hannover 96 um die Rückkehr des am Rhein enttäuschenden Jan Simak und um Thomas Brdaric. "Die Entscheidung wird an diesem Mittwoch fallen", kündigte Bayer-Manager Reiner Calmund an. Bisher konnte Bayer nur wenig abspecken. Nur Thomas Kleine (Greuther Fürth) und Pascal Ojigwe (Borussia Mönchengladbach) wurden verkauft. Der ausgeliehene Brasilianer Chris kehrt in seine Heimat zu Cruzeiro Belo Horizonte zurück. Nicht verlängert wurden die Verträge mit den beiden Kroaten Boris Zivkovic und Jurica Vranjes. Und Stand-by-Profi Ulf Kirsten wurde zum Co-Trainer ernannt.

Um den finanziellen Befreiungsschlag zu schaffen, steht auch die Trennung von einem der Stars zur Disposition. An erster Stelle steht dabei der brasilianische Weltmeister Lucio, der zwar ein Angebot von Real Madrid ausschlug, aber auch von anderen europäischen Spitzenclubs umworben wird. "Mit einem Verkauf von Lucio könnten wir die finanzielle Lücke am besten schließen. Es gibt Angebote bis an die zweistellige Millionen-Grenze, aber noch stimmen die Beträge nicht", berichtete Calmund, der seine Spitzenkräfte nicht im "Sommerschlussverkauf" verschleudern will. "Deshalb kann es auch sein, dass Lucio noch ein Jahr bleibt", so Calmund. Eine Anfrage gibt es für Bernd Schneider, an dem AS Rom interessiert ist.

Die Bemühungen um weitere Neuverpflichtungen sind noch zu keinem Abschluss gekommen. So möchte Bayer noch einen preisgünstigen Stürmer holen. Kandidaten sind Carsten Jancker von Udinese Calcio und Victor Agali von Schalke 04. Für die linke Außenbahn haben die Leverkusener zum 1. Juli 2004 Jacek Krzynowek von Augenthalers Ex-Club 1. FC Nürnberg verpflichtet. "Ob er möglicherweise früher kommt, hängt davon ab, was noch auf dem Transfermarkt möglich ist", sagte Calmund.

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