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UEFA-Cup: Valencia will Endspiel-Fluch besiegen

Göteborg (dpa) - Der FC Valencia will den Endspiel-Fluch besiegen, Olympique Marseille eine verkorkste Saison retten. «Ich hoffe, dass wir jetzt endlich mal ein Endspiel gewinnen», meinte der spanische Nationalspieler Ruben Baraja vor dem Finale im UEFA-Cup.

Beide Endspiel-Teilnehmer gehen mit besonderen Erwartungen in das mit Spannung erwartete Duell im Ullevie-Stadion von Göteborg. Während Valencia, das in der Champions League zuletzt die Titel-Krönung gegen Real Madrid (2000) und den FC Bayern München (2001) zwei Mal versagt blieb, nach dem Gewinn der spanischen Meisterschaft noch das Double schaffen kann, droht der langjährige französische Vorzeige-Club am Ende einer enttäuschenden Spielzeit mit leeren Händen dazustehen. Die erneute UEFA-Pokal-Qualifikation hat «OM» bereits verspielt.

José Anigo hat für den Gewinn der zweitwertvollsten kontinentalen Trophäe nach der Champions League, die Marseille 1993 geholt hat, alles auf die Karte Endspiel gesetzt. Der Coach schonte bei der 1:2- Generalprobe gegen den FC Toulouse fast alle Stammkräfte, um mit dem stärksten Aufgebot eine Chance gegen die Iberer zu haben. «Den UEFA-Cup wollen wir unbedingt», betonte Anigo, der seinen glücklosen Vorgänger Alain Perrin im Winter ablöste. Er kann auch auf seinen wichtigsten Mann zurückgreifen: Torjäger Didier Drogba, der wegen einer Hüftblessur pausierte, meinte: «Ich weiß, dass ich spielen kann. Ich hoffe nur, dass es ohne große Schmerzen gehen wird.»

Als klarer Favorit geht Valencia in die Auseinandersetzung. Nicht zuletzt, weil die Mannschaft von Trainer Rafael Benítez in der Priméra Division die «Galaktischen» von Real Madrid und auch das Starensemble des FC Barcelona hinter sich gelassen hat. Doch der Meistermacher warnt: «Marseille ist ein unangenehmer Gegner. Die Franzosen warten darauf, dass der Gegner die Abwehr öffnet, und schlägt dann mit Kontern zu. Die Chancen stehen 50:50.» Der für seine Gründlichkeit bekannte Coach hat sechs Spiele von «OM» auf Video angeschaut und verspricht: «Wir werden nicht in die Euphorie verfallen, in der die Fans auf der Straße sich schon befinden.»

Benítez will zum ersten Mal in der Club-Geschichte das Double holen und hält Taktik wie Aufstellung streng geheim. Bis auf die Langzeitverletzten Palop und Fabio Aurelio kann er auf alle Spieler zurückgreifen. Allerdings spricht die Geschichte des UEFA-Cups, den Vanecia 1962 und 1963 damals noch als Messepokal erkämpft hat, nicht unbedingt für die Iberer. Der letzte UEFA-Cup-Sieg einer Mannschaft aus Spanien liegt 18 Jahre zurück: Damals gewann Real Madrid gegen den 1. FC Köln (5:1/0:2).

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