UI Cup: 0:1 gegen Lille
VfB Stuttgart droht an der letzten Hürde zu straucheln

Der VfB Stuttgart droht an der letzten Hürde zum großen Geld zu straucheln. Im ersten UI-Cup-Finale um den Einzug in den Uefa-Cup kassierte der schwäbische Fußball-Bundesligist am Dienstag beim OSC Lille eine verdiente 0:1 (0:1)-Niederlage.

HB LILLE. Vor 12 000 Zuschauern zerstörte Nicolas Bonnal mit seinem Tor in der 20. Minute die Hoffnungen von VfB-Trainer Felix Magath auf einen Auswärtssieg. Damit stehen die finanziell angeschlagenen Stuttgarter, die die Europacup-Einnahmen dringend benötigen, in zwei Wochen im Rückspiel enorm unter Druck.

Kurz vor dem Anpfiff musste Magath seine Anfangsformation noch ändern. Weil Jochen Seitz über Übelkeit klagte, kam Junioren- Nationalspieler Christian Tiffert zum Einsatz. Für Thomas Schneider, der als schöpferische pause erst gar nicht mit nach Nordfrankreich reiste, rückte Andreas Hinkel in die Startelf.

Allerdings begannen die Stuttgarter bei idealen äußeren Bedingungen sehr verhalten und präsentierten sich vor allem in der Abwehr keineswegs sattelfest. Eine dieser Unachtsamkeiten nutzte Bonnal, als er eine Flanke von Philippe Brunel volley aufnahm und unhaltbar für VfB-Keeper Timo Hildebrand einschoss.

Erst nach dem Rückstand agierte der Bundeslgist etwas angriffslustiger, gestaltete die Partie ausgeglichen und hatte sogar zweimal durch Tiffert die Chance, den Rückstand auszugleichen. In der 30. Minute aber drosch der 20-Jährige den Ball freistehend aus acht Metern über das Tor, neun Minuten später schoss er in ebenfalls aussichtsreicher Position OSC-Verteidiger Chalme an.

Tiffert musste ebenso wie der angeschlagen wirkende Zvonimir Soldo zur Pause in der Kabine bleiben, frischen Schwung aber brachte die Hereinnahme von Jens Todt und Vertragsamateur Michael Mutzel nicht. Die Gastgeber erhöhten nach dem Seitenwechsel das Tempo und setzen Stuttgart mächtig unter Druck. In der 55. Minute verhinderte Hildebrand mit einem tollen Reflex gegen Landrin das 0:2.

Magath setzte zum Schluss alles auf eine Karte. Doch auch die Hereinnahme des rumänischen Stürmers Viorel Ganea, der nach der "Eiswurf-Affäre" wieder begnadigt wurde, brachte nichts. Zu gut standen die Franzosen in der Deckung.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%