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UI-Cup: Lästige Pflicht für Dortmund, Schalke, HSVDPA-Datum: 2004-07-16 11:58:17

Düsseldorf (dpa) - Die Pflicht ist lästig, doch die Kür verspricht eine Aufwertung des Renommees und dringend nötige Zusatz-Einnahmen: Für die Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund, Schalke 04 und Hamburger SV soll der UI-Cup das Sprungbrett zum Uefa-Pokal sein.

Düsseldorf (dpa) - Die Pflicht ist lästig, doch die Kür verspricht eine Aufwertung des Renommees und dringend nötige Zusatz-Einnahmen: Für die Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund, Schalke 04 und Hamburger SV soll der UI-Cup das Sprungbrett zum Uefa-Pokal sein.

Schalke-Manager Rudi Assauer unterstrich die Notwendigkeit, in den ersten Pflichtspielen der neuen Saison erfolgreich zu sein: «Wir haben kein Geld zu verschenken.» Dieses Credo soll für die Profis des BVB vor dem Drittrunden-Hinspiel bei RC Genk/Belgien, für Schalke gegen Vardar Skopje/Mazedonien und für den HSV beim FC Thun in der Schweiz Ansporn genug sein.

«Das ist für unsere Spieler keine lästige Pflicht. Sie werden diese Partien mit einer Top-Motivation bestreiten», sagte BVB-Präsident Gerd Niebaum. Die finanzschwachen Westfalen haben in ihrem Etat keine Einnahmen aus dem Uefa-Pokal geplant. «Also haben wir nur etwas zu gewinnen und überhaupt nichts zu verlieren», meinte Niebaum.

Auch HSV-Sportchef Dietmar Beiersdorfer will sich «nicht die Butter vom Brot nehmen lassen». Die Hamburger sind vor Thun gewarnt, denn die Schweizer haben in der 2. Runde den VfL Wolfsburg (3:2/4:1) zwei Mal blamiert. Trainer Klaus Toppmöller stehen nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Christian Rahn und Bastian Reinhardt in Thun nur 16 Spieler zur Verfügung, was Beiersdorfer als «nicht so dramatisch» betrachtet. Eine Nachbesserung des Kaders kann sich der HSV, der die Bundesliga-Lizenz nur unter Auflagen bekam, erst dann erlauben, wenn er sich für den Uefa-Pokal qualifiziert hat. «Dann werden wir uns auf dem Transfermarkt sicher noch mal umsehen», kündigte Beiersdorfer an.

Derlei Sorgen hat Schalke-Trainer Jupp Heynckes nicht. Die Gelsenkirchener haben sich hochkarätig verstärkt, und in der Arena Aufschalke fiebern voraussichtlich 58 498 Zuschauer den ersten Pflichtspiel-Auftritten von Bundesliga-Torschützenkönig Ailton und Mladen Krstajic in Königsblau entgegen. Personalprobleme hat Heynckes gegen Skopje, mazedonischer Meister von 2003, dennoch: Die «Copa- America»-Teilnehmer Marcelo Bordon, Gustavo Varela und Dario Rodriguez, die dänischen EM-Starter Ebbe Sand und Christian Poulsen sowie U 19-Nationalspieler Michael Delura stehen nicht zur Verfügung. «Wir müssen das Spiel über die Motivation gewinnen», forderte Heynckes.

Dortmunds neuer Trainer Bert van Marwijk muss in Genk ebenfalls improvisieren. Im schlimmsten Fall kann der niederländische Nachfolger von Matthias Sammer bis zu neun seiner Profis nicht einsetzen. Salvatore Gambino ist noch gesperrt, die EM-Fahrer Tomas Rosicky, Jan Koller, Christian Wörns und Niclas Jensen stehen noch nicht im Training, Otto Addo und Christoph Metzelder sind Rekonvaleszenten. «Das Niveau der Spieler, die nicht dabei sein können, ist sehr hoch», sagte van Marwijk vor dem 160. Europapokalspiel des BVB.

Sollten Dortmund, Schalke und Hamburg über die Vorschlussrunde (28. Juli/4. August) bis in die Finalspiele des UI-Cups vorstoßen (10./24. August), gibt es im Kampf um die Uefa-Cup-Teilnahme auf keinen Fall Bundesliga-Duelle. Endspielgegner des BVB könnte OSC Lille sein, der HSV könnte auf Atletico Madrid treffen, Schalke auf den FC Nantes oder Slovan Liberec/Tschechien.

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