Ullrich: 2003 in einem "guten Team"
Riis verhandelt mit Tiscali wegen Ullrich

Teamchef Bjarne Riis, 1996 bei Telekom Vorgänger von Ullrich als Sieger der Tour de France und immer große Leitfigur für den Olympiasieger, hat bei seinen laufenden Verhandlungen mit zukünftigen Sponsoren noch keinen Durchbruch erzielt.

HB/dpa ZOLDER. "Ich weiß natürlich schon mehr. Ich sage aber erst etwas, wenn es hundertprozentig klar ist. Ich fahre im nächsten Jahr in einem guten Team", sagte Ullrich am Donnerstag in der ARD zum Wechsel-Thema.

"Ich bin natürlich weiter stark an Jan interessiert. Aber ich kann jetzt den neuen Geldgeber noch nicht präsentieren. Ich bin gerade in Verhandlungen mit unserem alten Sponsor Tiscali, der entgegen ursprünglicher Planung nun eventuell doch weiter machen will", sagte Riis am Donnerstag am Rand der Straßen-WM in Zolder. Sein zweiter Wunsch-Kandidat für 2003, Doppel-Weltmeister Oscar Freire, ist offensichtlich abgesprungen. Der Spanier will bei Rabobank in den Niederlanden unterschreiben.

Ullrichs Manager Wolfgang Strohband bestätigte, dass in Zukunft auch ein namhafter deutscher Sponsor das Riis-Team mitfinanzieren könnte. "Große Unternehmen brauchen für solche Entscheidungen Zeit. Wir haben noch keinen Termin, wann es so weit ist. Aber die Verhandlungen verlaufen positiv", erklärte Strohband, der andeutete, dass auch der von Telekom entlassene Ralf Grabsch (Wittenberg) mit Ullrich ins Riis-Team wechseln könnte. Für seinen Freund Ullrich, der sich nach siebeneinhalb Jahren im Vormonat vom Team Telekom getrennt hatte, muss Riis pro Jahr mit etwa zwei Mill. Euro Grundgehalt rechnen.

Der 28-jährige Toursieger von 1997 befindet sich zur Zeit nach seiner zweiten Knie-Operation weiter in Reha-Behandlung und hat noch nicht wieder mit dem Training auf dem Rad beginnen können. Nach seinem positiven Doping-Befund ist Ullrich bis 23. März 2003 gesperrt. Strohband: "Nach einer Kernspin-Untersuchung des Knies in den nächsten Tagen erwarten wir von den Ärzten Grünes Licht zum Trainingsbeginn.

Ullrich, der im Vorjahr zum zweiten Mal Zeitfahr-Weltmeister geworden war, verfolgt die Titelkämpfe in Zolder/Belgien zu Hause in Merdingen am Fernseher.

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