Ulm
Wissenschaftsstadt an der Donau

In Ulm hat ein europäischer Spitzenkonzern nach dem anderen in den vergangenen Jahren Forschungs- und Entwicklungszentren aus dem Boden gestampft. Zwischen den Wiesen, Weiden und Wäldern in Steinwurfweite von der Universität hat sich zudem jede Menge Start-ups angesiedelt.

ULM. Da stimmt doch was nicht im Ulmer Gewerbegebiet auf dem Oberen Eselsberg. Die Hausnummer 15 liegt am westlichen Ende der Lise- Meitner-Straße, Nummer 14 einen halben Kilometer weiter Richtung Osten. Dazwischen gehen höhere und tiefere Nummern wild durcheinander. Jeden Besucher treibt das in die Orientierungslosigkeit, und selbst Ortsansässige irren oft umher. "Die Entwicklung hat uns schlicht überrollt", entschuldigt sich Christian Bried, Geschäftsführer der Projektentwicklungsgesellschaft Ulm, die das Gewerbegebiet erschlossen hat. "Für Hausnummern-Planung blieb da keine Zeit.

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Auf dem Oberen Eselsberg herrscht kreatives Chaos. Ein europäischer Spitzenkonzern nach dem anderen hat dort in den vergangenen Jahren Forschungs- und Entwicklungszentren aus dem Boden gestampft: Daimler-Chrysler, Siemens und Vodafone betreiben dort Denkfabriken; auch Infineon, Nokia und EADS sind vertreten. Zwischen den Wiesen, Weiden und Wäldern in Steinwurfweite von der Universität hat sich zudem jede Menge Start-ups angesiedelt, ebenso Forschungsinstitute wie das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung. "Es ist eine irre Mischung", schwärmt Karl Joachim Ebeling, Rektor der Universität Ulm. Die Ulmer selbst sprechen nur noch vom "Silicon Hill".

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as Gewerbegebiet namens Science Park I und II ist ein Schlüsselfaktor für Ulms wirtschaftlichen Wiederaufstieg in den neunziger Jahren - und Hauptgrund dafür, dass der Begriff "Wissenschaftsstadt Ulm", den sich das Stadtmarketing ausgedacht hat, mehr ist als eine PR-Floskel. Denn allein auf dem Eselsberg sind seit 1996 gut 2 800 High-Tech-Arbeitsplätze entstanden, vor allem in der Telekommunikation und Biotechnologie.

Insgesamt ist die Zahl der Jobs für Hochqualifizierte in der Stadt seit 1998 mehr als doppelt so schnell gewachsen wie im Bundesdurchschnitt. Gut dreimal so viele Menschen wie sonst üblich forschen und entwickeln in Unternehmen.

So viel High Tech macht Einsteins Geburtsstadt bundesweit extrem wettbewerbsfähig. Im Zukunftsatlas 2004, dem umfassenden Standort-Ranking von Handelsblatt und Prognos, liegt Ulm auf Platz 17 von 439. "Die Region entwickelt sich ungeheuer dynamisch", sagt Hermann Koch, Ministerialrat im Stuttgarter Wirtschaftsministerium.

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