Ultimatum nach neuen Unruhen
Machtkampf auf Fidschi geht weiter

dpa SUVA/SYDNEY. Auf den Fidschi-Inseln hat sich der Machtkampf zwischen den Rebellen und dem Militär am Wochenende fortgesetzt. Die Führer des Umsturzes um Rebellenführer George Speight wurden auf eine Gefängnis-Insel unweit der Hauptstadt Suva gebracht. Gleichzeitig forderte das Militär Speights Anhänger auf der zweigrößten Fidschi- Insel Vanua Levu ultimativ auf, die dortigen Kaserne zu verlassen und Geiseln freizulassen. Falls dies nicht geschehe, drohte das Militär mit "drastischen Handlungen".

Das Ultimatum sollte ursprünglich am Sonntagabend ablaufen, wurde aber von der Armeeführung um 48 Stunden verlängert. Beobachter vermuten, dass dies eine friedliche Lösung des Konflikts ermöglichen soll. In der Stadt Labasa auf Vanua Levu war es zu Ausschreitungen gegen indisch-stämmige Bürger gekommen. Dies berichtete ein Korrespondent des australischen Fernsehsenders ABC. Die marodierenden Banden seien bewaffnet.

Am Sonntagnachmittag traf überraschend der abgesetzte Premierminister Mahendra Chaudhry in Australien ein. Der erste indisch-stämmige Regierungschef Fidschis war am 19. Mai mit seiner Regierung von Speight als Geisel genommen und acht Wochen im Parlament festgehalten worden. Bei seiner Ankunft sagte er, er habe keine Pläne für eine Exilregierung. Chaudhry kam auf Einladung und auf Kosten der australischen Regierung. Er wird am Montag in Sydney mit dem australischen Premierminister John Howard zusammentreffen und sich in Australien einem ausführlichen Gesundheitscheck unterziehen.

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