„Ulysses" erscheint in deutscher Fassung
Ein Feiertag der Literatur

Der Bloomsday ist für Literaturliebhaber in aller Welt ein Festtag. Vor hundert Jahren, am 16. Juni 1904, ließ der irische Autor James Joyce seinen literarischen Helden Leopold Bloom durch Dublin spazieren. "Ulysses" heißt das Meisterwerk, das minutiös einen Tag im Leben des Anzeigenverkäufers schildert.

BERLIN. Vom Aufstehen gegen 8 Uhr über die Schweinenierchen zum Frühstück, die Begegnungen mit Freunden und Bekannten, darunter auch eine Beerdigung, bis hin zu den Nachtstunden, in denen sich der jüdische Bloom zu seiner untreuen Frau Molly ins Bett legt.

Das 1922 erschienene Buch gilt als Jahrhundertroman. Denn zum ersten Mal wagte ein Autor, die komplexe Bewusstseinslage des modernen Menschen in Worte zu fassen. Und in was für Worte: Joyce vernetzt die Endlosschleife von Gedanken, Obsessionen und Erinnerungen auf eine furiose Weise mit alltäglichen Begebenheiten.

Trotz seiner außergewöhnlichen literarischen Qualität war "Ulysses" aber nie ein Bestseller. Die Lektüre ist Schwerstarbeit, seine Fans zählen sich gerne zu Anhängern der literarischen Avantgarde. Schon fünf Jahre nach dem ersten Erscheinen des Buchs pilgerten die ersten Verehrer nach Dublin, vor allem in die Pubs, um den Bloomsday zu begehen. In diesem Jahr gibt es dort zu Ehren von Joyce ein großes Festival, und auch die Literaturhäuser in Deutschland begehen das Jubiläum mit vielen Veranstaltungen.

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