Um 14.30 Uhr kommen die aktuellen Zahlen
Ausblick: US-Arbeitslosenrate steigt wieder

Trotz der jüngsten, überaus positiven Konjunkturdaten und eines voraussichtlich gebremsten Beschäftigungsabbaus dürfte die US-Arbeitslosenrate im Februar wieder gestiegen sein.

vwd WASHINGTON. Volkswirte gehen davon aus, dass die Arbeitslosenquote auf 5,8 (zuletzt: 5,6) Prozent gestiegen ist, während gleichzeitig für die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Agrarwirtschaft ein Rückgang um 12 000 (zuletzt: minus 89 000) erwartet wird.

Bei den durchschnittlichen Stundenlöhnen rechnen die Volkswirte im Schnitt mit einem Anstieg um 0,3 Prozent, nachdem sie zuletzt unverändert geblieben waren. Die Daten werden am Freitag um 14.30 Uhr vom US-Arbeitsministerium veröffentlicht.

Die Analysten von Merrill Lynch zeigen sich dabei etwas optimistischer als der Durchschnitt und prognostieren einen Beschäftigungsanstieg um 25 000. Sie begründen dies mit der Stabilierung der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfen unterhalb der Marke von 400 000 und dem zuletzt - erstmals seit einem Jahr - verzeichneten Anstieg beim Manpower-Index.

Insgesamt dürfte nach Einschätzung von Merrill Lynch der Beschäftigungsabbau in den USA sein Ende gefunden haben, wenngleich die Analysten der Investmentbank bei der Arbeitslosenquote eine dem Konsens entsprechende Steigerung erwarten.

Wrightson Associates prognostiziert bei der Beschäftigung ebenfalls einen Anstieg um 25 000 Beschäftigte. Eine echte Erholung sei jedoch nicht zu erwarten, da sich die Unternehmen in dieser frühen Phase der konjunkturellen Erholung eher auf eine Verlängerung der durchschnittlichen Wochenarbeitszeiten als auf die Einstellung neuer Arbeitskräfte verlegten.

Bei der Arbeitslosenquote prognostizieren die Analysten 5,7 Prozent. Sie weisen aber darauf hin, dass es bei der Saisonbereinigung der Daten in jüngster Zeit wohl ein Problem gegeben habe. Leider sei nicht erkennbar, ob die Dezember-Quote zu hoch oder die Januar-Rate zu niedrig gewesen sei.

Völlig auszuschließen seien aber auch 5,6 Prozent nicht, und das wäre eine bittere Pille für die Märkte, die auf eine weiterhin "mild gestimmte" Fed hofften, heißt es bei Wrightson.

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