Um 20 Uhr ist Schluss
Die geltenden Ladenöffnungszeiten

Das geltende Ladenschlussgesetz trat nach jahrelangen Debatten am 1. November 1996 in Kraft. Die erste Lockerung der Öffnungszeiten seit 1956 bescherte den Bundesbürgern vor allem längere Einkaufsmöglichkeiten am Abend.

HB/dpa BERLIN. Die Geschäfte dürfen nun an Werktagen von 6 bis 20 Uhr geöffnet halten. Davor mussten sie spätestens um 18:30 Uhr schließen. An Samstagen wurde der Ladenschluss von 14 auf 16 Uhr verschoben.

Der Neuregelung fielen aber auch der "lange Donnerstag" bis 20.30 Uhr und der "lange Samstag" bis 18 Uhr zum Opfer. Als Ausnahme blieb der Einkauf an den vier Samstagen vor Weihnachten bis 18 Uhr.

Bäckereien dürfen bereits ab 5:30 Uhr öffnen. Sonn- und feiertags dürfen sie insgesamt drei Stunden lang verkaufen. Tankstellen wurde der Verkauf von "Reisebedarf" außerhalb der gesetzlichen Öffnungszeiten erlaubt. Dazu zählen neben Lektüre, Schnittblumen und Spielwaren auch "Lebens- und Genussmittel in kleineren Mengen".

Tatsächlich haben sich viele Tankstellen zu kleinen, rund um die Uhr geöffneten Supermärkten entwickelt. Ausnahmen vom Ladenschluss gibt es auch für Kioske sowie Läden an Bahnhöfen, Flughäfen und in touristischen Orten. Diese haben sich in den vergangenen Jahren vor allem viele Einzelhändler in Ostdeutschland zu Nutze gemacht, in dem sie ihre Geschäfte auch sonntags öffnen.

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