Um Asyl gebeten - Polizei riegelt Gebäude ab
Nordkoreaner flüchten in spanische Botschaft in Peking

Mehr als 20 nordkoreanische Flüchtlinge haben am Donnerstag Zuflucht in der spanischen Botschaft in Peking gesucht. Die Gruppe, darunter sechs Familien, wolle nach Südkorea abgeschoben werden, berichteten informierte Kreise in der Botschaft.

dpa PEKING. Die chinesische Polizei hat das Gebäude abgeriegelt. In einer Erklärung drohten die Nordkoreaner mit Selbstmord, falls die chinesischen Behörden sie nach Nordkorea abschieben sollten.

Die Gruppe habe sich am Morgen einen Weg an den chinesischen Wachen vor der Botschaft vorbei durch das Tor gebahnt. Spanische Diplomaten erörterten die Lage mit den chinesischen Behörden. In einer Erklärung der Flüchtlinge, die über die in Tokio ansässige Organisation Life Funds for North Korean Refugees verbreitet wurde, hieß es, die Gruppe bestehe aus 25 Männern, Frauen und Kindern im Alter zwischen 10 und 52 Jahren.

Im vergangenen Jahr seien sie "auf der Suche nach Essen und Freiheit von Unterdrückung" nach China gekommen. Doch seien sie von chinesischen Behörden aufgegriffen, zurückgeschickt und in Nordkorea zeitweise in Haft gesteckt worden. Sie hätten die nächste Gelegenheit ergriffen, um wieder zu fliehen. "Wenn wir von der chinesischen Regierung wieder gewaltsam zurückgeschickt werden, ist unser Leben in größtmöglicher Gefahr."

Die Nordkoreaner fordern, dass ihnen Flüchtlingsstatus eingeräumt werde. "Einige von uns tragen Gift bei sich, um Selbstmord zu begehen, falls die chinesischen Behörden entscheiden, uns wieder nach Nordkorea zu schicken", hieß es in der Erklärung der Flüchtlinge.

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