Umbau des Stammwerkes
BASF will Millionen einsparen

Europas größter Chemiekonzern BASF will mit dem Umbau seines Stammwerkes in Ludwigshafen mehrere hundert Millionen Euro an Kosten sparen und reagiert damit auf die angespannte Lage auf den weltweiten Chemiemärkten.

Reuters FRANKFURT. Mit der nun beginnenden Umsetzung des zusammen mit den Arbeitnehmern seit über einem Jahr ausgearbeiteten Konzepts solle die Wettbewerbsfähigkeit des Produktionsstandorts Ludwigshafen nachhaltig gesichert werden, sagte Vorstandsmitglied Eggert Voscherau am Mittwoch.

Eigenen Analysen zufolge soll das Einsparpotenzial bis Ende 2004 bei rund 450 Millionen Euro liegen. Vorgesehen sei auch ein Stellenabbau. Allerdings würden "deutlich" weniger Stellen gestrichen, als bisher vorgesehen, bekräftigte Voscherau Aussagen von September. Die ursprünglichen Planungen von BASF sahen bis Ende 2003 den Abbau von 5000 der knapp 39 000 Stellen in Ludwigshafen vor. Weltweit arbeiten bei dem Chemiekonzern über 90 000 Menschen.

BASF sieht sich nach Einschätzung Voscheraus einem verschärften globalen Wettbewerb ausgesetzt. "In unserer Hauptabsatzregion Europa treffen wir auf reife Märkte, die geprägt sind durch einen harten Preiswettbewerb einerseits und wenige, international tätige Großkunden andererseits. Wir haben mit erheblichem Wettbewerbs- und Kostendruck auf den weltweiten Chemiemärkten zu kämpfen, insbesondere durch Unternehmen aus dem Mittleren Osten und Asien", sagte der Manager.

Mit der Umsetzung des neuen Konzepts sollen die internen Abläufe besser aufeinander abgestimmt, die Leistungsfähigkeit erhöht und damit die Attraktivität Ludwigshafens für künftige Investitionen gesteigert werden. "Investitionen in den Standort sind das Fundament zur Zukunftssicherung. Der Verbundstandort soll zu höherer Wertschöpfung umgebaut werden", sagte Voscherau.

Ein Kernelemente der Strategie sei es, Ludwigshafen langfristig besser an wichtige petrochemische Versorgungsnetzwerke für Rohstoffe anzuschließen. Der Verbund werde gezielt für Firmen geöffnet, deren Produktionen gut zur Produktionsstruktur von BASF passten. "Bedingung ist, dass Wettbewerbsvorteile erzielt und der Verbund dadurch gestärkt wird", sagte Voscherau.

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