Umbau wirkt sich nicht auf Gewinnsituation aus
WGZ-Bank belässt Deutsche Bank auf "Marketperformer"

dpa-afx DÜSSELDORF. Die WGZ-Bank sieht in der Umstrukturierung der Deutschen Bank keine Veranlassung, ihre kurzfristige Einstufung der Aktie als "Marketperformer" zu ändern. Der Umbau werde sich nicht auf die Gewinnsituation auswirken, erklärte der WGZ-Bank-Analyst Viktor Heese. Es handele sich vielmehr um einen "administrativen Akt". Gleichwohl könne man den Schritt als Vorbereitung auf einen Börsengang einzelner Sparten der Deutschen Bank betrachten.

Heese erwartet, dass die neue Struktur die Führung in der Bank erleichtern werde, weil man es nun mit zwei klar fokussierten Feldern zu tun habe, die zum einen Privatkunden, zum anderen Firmenkunden zum Ziel hätten. Bei der vorherigen Aufteilung auf fünf Sparten sei es häufiger zu Überschneidungen und Unstimmigkeiten gekommen. So sei die bisherige Struktur unklarer gewesen. Es habe starke Schwankungen in der Rentabilität der einzelnen Sparten gegeben, weil von Jahr zu Jahr einzelne Erträge anders zugerechnet wurden.

Der WGZ-Bank-Analyst sieht in dem Schritt auch eine zunehmende Trennung von der Idee der Universalbank. Die Deutsche Bank sei möglicherweise auf dem Weg zu einer Finanzholding, wie man das jetzt auch im europäischen Bereich stärker beobachte. "Das würde bedeuten, dass die einzelnen Töchter, sofern sie eine abgeschlossene Struktur haben - nehmen wir mal die Bank 24 -, dann auch börsennotiert wird", sagte Heese. In "zwei, drei oder mehr Jahren" könnte man dann mehrere Töchter der Deutschen Bank an der Börse notiert haben.

Wegen der noch zu erwartenden schlechten Meldungen über Kreditschieflagen in den USA und in Japan bleibe er aber bei seiner kurzfristigen Einstufung "Marketperformer". Langfristig sei die Deutsche Bank für ihn aber ein "Outperformer" mit einem Kursziel von 120 Euro aufgrund der Fokussierung auf das Investmentbanking. Wie schon vor Wochen angekündigt, teilt die Deutsche Bank zum 1. Februar ihre Aktivitäten in zwei Geschäftsfelder: "Asset Management und Privatkunden" sowie "Unternehmen und institutionelle Kunden". Am kommenden Mittwoch sollen dazu weitere Einzelheiten bekannt gegeben werden.

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