Umbau zum Wertpapierhandelshaus
Neuer Großaktionär für Gontard & Metallbank

Nach Informationen des Handelsblatts will die Hamburger Magus Verwaltungsgesellschaft von der Gold AG, -Zack Mettmann, einen Schachtelanteil von rund 25,1 % an dem Bankhaus erwerben. Gold-Zack hält derzeit 45 % an der Gontard Metallbank. Der Rest befindet sich im Streubesitz.

lip HB HAMBURG. Nach Angaben von Dietrich Walther, ehemaliger Vorstandschef und Großaktionär von Gold-Zack, ist die Mettmanner Beteiligungsgesellschaft offenbar bereit, Teile ihres Aktienpakets an der Gontard&Metallbank zu verkaufen. "Wir sind von verschiedenen Seiten angesprochen worden, ob man mit dem Banken- und Börsenmantel etwas machen kann. Zu den Interessenten zählt auch die Magus Verwaltungsgesellschaft", erklärte Walther dem Handelsblatt.

Hinter der Magus Verwaltungsgesellschaft steht als alleiniger geschäftsführender Gesellschafter der Investmentbanker Andreas Arndt. Er war unter anderem jahrelang Leiter der internen Revision in der New Yorker Filiale der Frankfurter Dresdner Bank AG.

Arndt will nach eigenen Angaben die G&M-Bank zu einer Wertpapierhandelsbank ausbauen. "Wir wollen uns vorrangig auf die Begebung von Unternehmensanleihen konzentrieren und hierfür eine entsprechende Teilbanklizenz beantragen", betonte Arndt. Einlagen- sowie Kreditgeschäft werde man nicht betreiben. Ob der Plan aufgeht, ist allerdings noch fraglich. Denn die Gläubigerversammlung sowie der Insolvenzverwalter des insolventen Bankhauses, Klaus Pannen, muss der Neuausrichtung zustimmen. Pannen soll gegenüber Arndt gesagt haben, dass die Gläubiger mit einer Insolvenzquote von über 50 % rechnen könnten. Diese vergleichsweise hohe Quote meint Investmentbanker Arndt, könne bedeuten, dass die Gläubigerversammlung einer Neuausrichtung durch einen neuen Großaktionär leichter zustimmen werde.

Arndt wolle dann zusammen mit amerikanischen Brokerhäusern die Mehrheit an dem insolventen Bankhaus übernehmen. Dazu habe er unter anderem Kontakt zur Capman Spira & Carson LLC in New York aufgenommen. Das Finanzhaus ist Spezialist für Unternehmensfusionen und Übernahmen. Ob Capman Spira oder Gesellschafter des Finanzhauses Anteile an der Gontard&Metallbank erwerben, wollte Arndt nicht kommentieren. "Wir haben verschiedene Modelle geplant", betont der Magus-Geschäftsführer.

Die Frankfurter Traditionsbank war Anfang Mai finanziell in die Klemme geraten. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFin) hatte daraufhin die Bank für den Kundenverkehr geschlossen und ein Zahlungsverbot verhängt. Kurz darauf stellte die Bank wegen Überschuldung Insolvenzantrag.

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