Umbenannte Gehe AG
Pharmahändler Celesio setzt auf den Einzelhandel

Ein besseres Geschäft in den Apotheken und Sparmaßnahmen im Großhandel sollen dem größten europäischen Pharmahändler Celesio auch 2003 zu einem Gewinnwachstum von mehr als zehn Prozent verhelfen.

Reuters STUTTGART. Eine höhere Umsatzrendite im Einzelhandel mit Medikamenten solle die Einbußen in Deutschland wettmachen, die Celesio aus den Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen erwarte, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Stuttgart mit. Wechselkurseffekte seien in der Prognose aber nicht berücksichtigt. In den ersten drei Monaten stieg der Gewinn trotz stagnierender Umsätze und des schwächeren englischen Pfund Sterling vor Steuern um 9,7 Prozent auf 81,3 Millionen Euro. Ohne die Währungseffekte hätte das Plus sogar 13,4 Prozent betragen.

Die 1835 in Dresden gegründete Gehe AG war erst am Dienstag offiziell in Celesio umbenannt worden, um die Internationalität des Geschäfts zu betonen. Zudem sollte dadurch vor allem in der gesundheitspolitischen Diskussion eine Verwechslung mit dem weiter unter Gehe firmierenden deutschen Großhandelsgeschäft verhindert werden.

Der Konzernumsatz von Celesio stieg im ersten Quartal nur um 0,5 Prozent auf 4,525 Milliarden Euro. Ohne Wechselkurseffekte hätte er um 2,6 Prozent zugelegt. Der Überschuss nach Steuern stieg auf 55,0 Millionen von 51,4 Millionen Euro. Das Ergebnis im deutschen Großhandel, der rund ein Fünftel des Geschäfts von Celesio ausmacht, sei wegen des im Januar in Kraft getretenen Beitragssicherungsgesetzes zurückgegangen, das die Rabatte des Großhandels teilweise abschöpft. "Die negative Entwicklung in Deutschland wird noch einige Zeit andauern", hieß es in einem Aktionärsbrief. Erst im zweiten Halbjahr würden die Rabatte zu einem vernünftigen Niveau zurückkehren.

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