Umbenennung in SEB AG vollzogen
BfG Bank wird endgültig schwedisch

Die traditionsreiche BfG Bank ist seit Freitag endgültig schwedisch. Nach der Integration in die schwedische Finanzgruppe SEB hat die einstige Bank für Gemeinwirtschaft (BfG) nun auch den Namen ihrer Mutter übernommen. Die teilte die neue SEB AG in Frankfurt mit.

dpa-afx/ddp-vwd FRANKFURT. Das Institut wird sich nun vorwiegend auf die Geschäftsfelder Vermögensverwaltung und Internet-Banking konzentrieren. Mehrere Sparten wurden abgestoßen, der Geschäftsbetrieb der erst zu Jahresbeginn 2001 übernommenen Berliner Deutsche Handelsbank AG sogar eingestellt.

Die SEB (Skandinaviska Enskilda Banken) ist seit Anfang 2000 neuer Eigentümer. Sie hatte das ehemals gewerkschaftseigene Kreditinstitut nach einer "Zwischenstation" Anfang der 90er Jahre bei der Aachener und Münchner Versicherungsgruppe von der staatlichen französischen Credit Lyonnais übernommen.

Personell war dieser Kulturwechsel schon vor der Umfirmierung vollzogen worden. Neuer Vorstandsvorsitzender ist seit gut einem Jahr der Schwede Lars Lundquist. Er hatte BfG-Chef Karl-Heinz Hülsmann abgelöst.

Mit der Umbenennung des Frankfurter Instituts will die SEB einen europaweit einheitlichen Marktauftritt schaffen. Kehrseite ist allerdings die Aufgabe des eingeführten Markennamens BfG, während die SEB bislang "in Deutschland weitgehend unbekannt" ist, wie Marketingleiter Andreas Brettschneider einräumte. Dies soll eine breit angelegte Werbekampagne ändern. Am 2. April werden dann sämtliche 177 Filialen und die 30 Vermögensmanagement-Center mit neuen Leuchtschriften und dem künftigen Logo "SEB" ausgestattet.

Der Vorstand der künftigen SEB zeigte sich mit dem Geschäftsverlauf im Jahr 2000 "sehr zufrieden". Das Nettoergebnis sei mit 108 Millionen Euro besser ausgefallen als erwartet. Die Eigenkapitalrentabilität soll in den kommenden Jahren von 4,7 Prozent auf 15 Prozent bis zum Jahr 2005 steigen. Die SEB hat konzernweit rund 21 000 Mitarbeiter, von denen knapp ein Viertel bei der BfG beschäftigt sind. Deutschland ist nach der Übernahme hinter Schweden der mit Abstand größte Markt für die SEB.

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