Umfangreiche Investitionen in Breitband-Angebote geplant
170 AOL-Mitarbeitern droht Entlassung

Der Internetanbieter AOL Deutschland will kräftig Arbeitsplätze abbauen und möglicherweise den Standort München schließen. 170 der 550 Beschäftigten in der Zentrale in Hamburg und am Standort München müssten das Unternehmen verlassen, sagte der neue Chef der AOL Deutschland GmbH, Stan Laurent, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Donnerstagausgabe). Man wolle die Schritte zügig umsetzen.

HB/dpa HAMBURG. Nach Angaben eines Unternehmenssprechers laufen derzeit Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern. Insgesamt beschäftigt AOL in Deutschland rund 1 250 Mitarbeiter.

Im Gespräch sei auch die Schließung des Standortes München, berichtete die "FAZ". Die rund 700 Mitarbeiter in den Call-Centern blieben aber erhalten. AOL Deutschland wird nach Angaben des Blattes auch in diesem Jahr Verluste schreiben. Laurent sagte nicht, wann die Gesellschaft wieder in die Gewinnzone kommt. "Wir werden in Zukunft heftig in Breitband-Angebote investieren", kündigte der Manager an. Dieser Markt werde sich in den kommenden beiden Jahren verdoppeln, während der Schmalband-Markt nur moderat wachsen werde, sagte Laurent. Mit deutschen Medienhäusern werde "konkret" über Partnerschaften gesprochen.

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