Umfangreiche Synergieeffekte
Post baut Konzernstruktur weit reichend um

Die Deutsche Post baut mit ihrem Restrukturierungsprogramm Star nach Angaben aus Aufsichtsratskreisen die Konzernstruktur weit reichend um. In Branchenkreisen hatte es bereits geheißen, durch die Bündelung von Konzernleistungen seien Einsparungen in dreistelliger Millionenhöhe möglich.

Reuters DÜSSELDORF. Das Programm, das Postchef Klaus Zumwinkel am Donnerstag vorstellen wird, sieht Angaben aus Aufsichtsratskreisen vom Mittwoch zufolge vor, "umfangreiche Synergieeffekte zu heben", in dem das Zusammenspiel der einzelnen Sparten verbessert wird. So sollen Express und Logistik außerhalb Deutschlands anders als bisher unter der Dachmarke DHL gebündelt werden. "Im Bereich Express soll alles unter DHL laufen." In den Kreisen wurde damit eine Vorabmeldung des Magazins "Focus-Money" bestätigt.

Zudem sollen die verschiedenen europäischen Transportnetze integriert werden, hieß es weiter. "Das Produktportfolio soll vereinheitlicht werden." Weiter könne der Einkauf verschiedener Konzernsparten zusammengelegt und damit große Einsparungen erreicht werden. "Sämtliche Einkaufsprozesse werden optimiert." Im IT-Bereich solle durch Zusammenlegungen auf die Kostenbremse getreten werden. Als weiterer Punkt sei ein gemeinsames Servicecenter für Abrechnungsvorgänge geplant. Insgesamt seien von dem Programm Dienste der Post in rund 120 Ländern betroffen. Nach früheren Angaben der Post umfassen die Pläne aber kein generelles Programm zum Stellenabbau und keine betriebsbedingten Kündigungen in Deutschland.

Einsparungen sollen im dreistelligen Millionen-Bereich liegen

Aus Branchenkreisen wurde bekannt, dass Zumwinkel an diesem Donnerstag bei der Vorlage der Zahlen für das dritte Quartal 2002 eine konkrete Summe für mögliche Einsparungen durch das Restrukturierungsprogramm Star nennen wird, die im dreistelligen Millionen-Bereich liegen könne. Die Post werde sich auf ein konkretes Sparziel festlegen, hieß es.

"Focus-Money" berichtete, Zumwinkel wolle den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen bis 2005 um mehr als 40 Prozent auf über drei Milliarden Euro steigern. Ein Post-Sprecher wollte dies nicht kommentieren. Im laufenden Jahr erwartet die Post einen operativen Gewinn zwischen 2,2 Milliarden und 2,3 Milliarden Euro, der damit um zehn bis 15 Prozent unter dem Vorjahresergebnis liegen würde.

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