Umfangreiches Restrukturierungskonzept angekündigt: General Motors plant Stellenabbau

Umfangreiches Restrukturierungskonzept angekündigt
General Motors plant Stellenabbau

Mit General Motors (GM) plant jetzt auch die Nummer Eins in der amerikanischen Automobilbranche einen weitreichenden Stellenabbau. Wie GM am Montag am Rande der internationalen Automobilmesse in Detroit bestätigte, will das Unternehmen mehreren tausend Angestellten Abfindungen für ein früheres Ausscheiden aus dem Konzern anbieten und mit den Kosteneinsparungen dem Druck der derzeit schwierigen Automärkte begegnen.

rtr DETROIT. Wie es hieß, wolle der Konzern zu diesen Planungen am Donnerstag eine Mitteilung machen. Vom GM-Konkurrenten Ford wird für Freitag die Ankündigung eines umfangreichen Restrukturierungskonzeptes inklusive des Abbaus tausender Stellen erwartet.

Die Nummer Drei im Bunde der großen US-Autobauer, die Daimler-Tochter Chrysler, hatte bereits im vergangenen Jahr die Kürzung von 26 000 Arbeitsplätzen eingeleitet. Die amerikanischen Autokonzerne leiden besonders unter der aktuellen Konjunkturflaute und den wirtschaftlichen Folgen der Anschläge vom 11. September. Bisher versuchten die Unternehmen, der Nachfrageschwäche mit umfangreichen Kaufanreizen wie Nullzins-Krediten entgegen zu wirken.

GM will nach Worten von Firmensprecher Tom Wickham Angestellten ab einem Alter von 50 Jahren ein finanzielles Angebot für die Frühpensionierung unterbreiten. Die Maßnahme dient dem Vernehmen nach neben anderen dazu, den Konzern in diesem Jahr in den schwarzen Zahlen zu halten. Offiziell wollte GM die Zahl der abzubauenden Stellen nicht nennen, aber in Firmenkreisen war von mehreren tausend Angestellten die Rede. Der GM-Finanzchef verwies jedoch auf ein von seinem Konzern bereits im Dezember 2000 eingerichtetes, ähnliches Programm. Insofern handele es sich nicht um ein neues, sondern lediglich um die Fortführung eines bereits bestehenden Plans.

Der derzeit rote Zahlen schreibende Ford-Konzern wird Firmenkreisen zufolge neben dem Abbau von Stellen möglicherweise auch seine Kapazitäten durch Werksschließungen drastisch kürzen. Board-Mitglied Nick Scheele signalisierte am Montag in Detroit allerdings, dass die Gerüchte um einen Abbau von 20 000 bis 30 000 Arbeitsplätzen sowie die Schließung nordamerikanischer Werke überzogen sein könnten. "Ich weiß nicht, wo diese Spekulationen herkommen", sagte Scheele.

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