Umfrage
Bundeswehr-Einsätze in Afghanistan umstritten

Die Beteiligung deutscher Soldaten an riskanten Militäreinsätzen in Afghanistan ist in der Bevölkerung weiterhin höchst umstritten.

dpa BERLIN. Während 50 % den Einsatz von Elitetruppen der Bundeswehr gegen Taliban und El-Kaida-Terroristen für richtig halten, meinen 46 %, die deutschen Streitkräfte sollten sich eher zurückhalten. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Münchner Meinungsforschungsinstitutes polis im Auftrag der Deutschen Presse- Agentur (dpa) unter 1002 Männern und Frauen am 5. und 6. März.

Das schwere Explosionsunglück in der Nähe von Kabul änderte an diesem Meinungsbild offenkundig nichts. Die Nachricht vom Tod zweier deutscher Soldaten fiel unmittelbar in die Zeit der polis-Umfrage. Die gut 500 Befragten des zweiten Interview-Tages plädierten dennoch genauso wie die des ersten: 50 % für riskante Einsätze, 46 % eher dagegen.

Unterschiede zwischen West und Ost

In Westdeutschland befürworten der Umfrage zufolge 54 % die Beteiligung des Kommandos Spezialkräfte (KSK) am Anti-Terror-Kampf in Afghanistan, 43 % sind dagegen. In Ostdeutschland ist das Verhältnis umgekehrt: 33 % sind für den Einsatz der Elitetruppe, 63 % dagegen.

Während bundesweit 60 % der Männer für die Beteiligung der Eliteeinheit votieren, stößt dies nur bei 39 % der Frauen auf Zustimmung. Eine Altersanalyse zeigt, dass Menschen von 14 bis 34 Jahren (57 %) sowie von 35 bis 54 Jahren (55 %) die KSK- Beteiligung gutheißt. Erst in der Altersgruppe 55 Jahre und älter ändert sich das Meinungsbild: 38 % sind für solche Einsätze und 57 dagegen.

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