Umfrage
Clinton und Obama: Kopf-an-Kopf in „Super Tuesday“

Im Kampf um die US-Präsidentschaftskandidatur liefern sich kurz vor dem „Super Tuesday“ die beiden Bewerber der Demokraten, Hillary Clinton und Barack Obama, in wichtigen Staaten ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen.

HB WASHINGTON.Einen kleinen Vorsprung verbuchte der afroamerikanische Senator aus Illinois in Kalifornien, wo er laut einer am Sonntag veröffentlichten Umfrage von Reuters, C-Span und Zogby mit 45 Prozent vier Punkte mehr als Clinton erzielte. Die Senatorin aus New York lag hingegen in New Jersey und Missouri leicht vor ihrem Kontrahenten. Angesichts der knappen Ausgangslage sei es ziemlich sicher, dass auch nach Dienstag, wenn in mehr als 20 Staaten Vorwahlen stattfinden, der Kandidat der Demokraten nicht feststehen werde, sagte Meinungsforscher John Zogby.

Bei den Republikanern lag Senator John McCain mit zweistelligem Abstand in New York, New Jersey und Missouri vor seinem schärfsten Rivalen Mitt Romney. Der Ex-Gouverneur von Massachusetts führte aber mit 37 zu 34 Prozent in Kalifornien, wo am Dienstag die meisten Delegiertenstimmen gewonnen werden können. „Kalifornien könnte Romneys letztes Gefecht werden“, sagte Zogby. Sollte der Mormone in dem bevölkerungsreichsten US-Bundesstaat die Nase vorn haben, könnte dies den Gegnern von Favorit McCain noch einmal Hoffnung geben. Schlecht sieht es hingegen für Mike Huckabee aus. Dem Überraschungssieger der Vorwahl in Iowa werden praktisch keine Chancen mehr eingeräumt.

Bei den Demokraten könnte eine Entscheidung über den Kandidaten für die eigentliche Präsidentschaftswahl im November auch deshalb noch auf sich warten lassen, weil hier in den einzelnen Bundesstaaten die Delegierten proportional zu den erhaltenen Stimmen verteilt werden. Der Zweitplatzierte kann also trotz einer Niederlage Delegierte zugesprochen bekommen, die dann im Sommer auf dem Nominierungsparteitag für ihn stimmen werden. Bei den Republikanern erhält hingegen in den meisten Fällen der Gewinner automatisch alle Delegierten, die ein Staat zum Parteitag entsendet. Der Verlierer geht leer aus.

Die Umfrage wurde für beide Parteien in Kalifornien, New Jersey und Missouri erhoben. Zudem wurden zu den Republikanern auch Wähler in New York und zu den Demokraten in Georgia befragt. In dem Südstaat lag Obama dank der Unterstützung schwarzer Wähler klar vor Clinton.

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