Umfrage
Dax-Sentiment: Wird es eine Jahresendrally geben?

„Anleger blenden Risiken aus“ lautete der Titel der vergangenen Auswertung zum Dax-Sentiment, einer Online-wöchentlichen Umfrage auf Handelsblatt.com in Zusammenarbeit mit der Postbank. Damit wurde vom Sentiment-Experten die Thomas Theuerzeit Börsenstimmung exakt getroffen - ebenso wie das angepeilte Kursziel. Machen Sie mit bei der neuen Umfrage.

Nach der Abstimmung der vergangenen Woche lautet das Fazit von Theuerzeit: Nachdem der Dax die wichtige Marke von 7 725 Punkten gebrochen hat und in der Spitze bis auf 7 564 Punkten fiel, scheint dieses Niveau für „Schnäpchenjäger“ als attraktiv zu gelten. Rein methodisch muss man jedoch sagen, hat der Dax noch Luft bis rund 7 450 bis 7 475 Punkte. Hier bündeln sich eine Menge Unterstützungsthemen aus gleitenden Durchschnitten sowie diverser Trendkanalprojektionen. Die Tatsache, dass sich die mittelfristige Stimmung nach wie vor nicht sonderlich verändert hat zeigt, dass die Möglichkeit weiterer Kursverluste oder gar einer Trendumkehr noch nicht als sonderlich hoch eingestuft wird. Kurzfristig agierende Investoren dürften mit Käufen in dieser Woche in der Tat auf ihre Kosten kommen. Als mögliches Kursziel kommen 7 725 bis 7 750 Punkten in Betracht. Doch übergeordnet scheint der Markt noch nicht ganz bereinigt zu sein, so dass die 7 450er Region nach wie vor wahrscheinlich ist.

In der Tag kamen kurzfristige Investoren bei dem volatilen Wochenverlauf auf Ihre Kosten. Auf der Unterseite wurde am gestrigen Mittwoch mit 7 474 Zählern das Ziel erreicht. Der höchste Dax-Stand war am Dienstag bei rund 7 640 Zählern. Damit wurde das Ziel erreicht, mit dem Dax-Sentiment Anlegern eine Orientierung bei Ihrer Geldanlage zu geben.

Bei dem Dax-Sentiment kann jeder mitmachen. Mit Hilfe ihrer Einschätzung wird die aktuelle Stimmung an der Börse ermittelt und Anleger eine Orientierung bei Ihrer Geldanlage gegeben.

Neben den drei Standardfragen gibt es heute eine aktuelle Frage, ob es in den verbleibenden Wochen noch eine Jahresendrally gibt. Die Ergebnisse werden anschließend vom renommierten Börsen-Experten Thomas Theuerzeit ausgewertet und den Teilnehmern per Email zur Verfügung gestellt.

» Machen Sie diesmal mit! Hier geht es zur aktuellen Umfrage

Die Umfrage startet jeden Donnerstag um 16 Uhr und endet am Sonntag um 18 Uhr. Die Auswertung steht Montagmittags auf Handelsblatt.com zur Verfügung. Einfacher haben es Leser, die sich für eine kostenlose Erinnerungsmail eintragen. Sie erhalten automatisch eine Mail mit der Bitte, an der Umfrage teilnehmen, und eine, wann die Experten-Auswertung im Laufe des Montags auf Handelsblatt.com zu lesen ist. Auszüge der Auswertung können Anleger dann auch in den Marktberichten auf der Handelsblatt-Website lesen.

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Was kann man von Sentimentanalysen lernen? Anleger kennen die alte Börsenweisheit: „Buy on bad news“ und „Sell on good news“. Was übersetzt heißen soll: Ist die Stimmung gut, sollte man Aktien verkaufen, ist hingegen die Stimmung schlecht, sollte man sie eher kaufen. Eben ganz im Sinne der gegensätzlichen Meinung („Contrarian-Theory“). Diese Theorie geht davon aus, dass die allgemeine Meinungsbildung über Markttendenzen falsch ist.

Grundidee ist, dass in einer euphorischen Börsenstimmung die meisten Anleger bereits investiert sind und so nur noch wenig Liquidität für weitere Kurssteigerungen vorhanden ist. Bei einer schlechten Börsenstimmung hingegen halten viele Anleger Bargeld, das zu steigenden Kursen führt, sobald es wieder investiert wird.

„Doch so einfach ist es leider nicht immer“ sagt Theuerzeit. Klassische Stimmungsindikatoren sind oftmals verzerrt und liefern daher nur begrenzt eine sinnvolle Indikation. Es gilt, diese Verzerrungen herauszufiltern um ein mögliches „realitätsnahes Stimmungsbild“ zu erhalten.

Hier helfen beispielsweise zusätzliche Informationen wie, von welchen Themen werden Anleger derzeit geleitet - sind sie aktuell im Markt investiert und welchen Zeithorizont bevorzugen sie? „Diese werden diese Erkenntnisse im Sinne der verhaltensorientierten Kapitalmarktanalyse („Behavioral Finance“) erforscht und liefern eine weitere Hilfestellung, um die Märkte transparenter zu machen“, sagt Theuerzeit.

» Zur ausführlichen Sentiment-Auswertung vom 19. November 2007

Jürgen Röder
Jürgen Röder
Handelsblatt / Redakteur Finanzzeitung
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