Umfrage der Federal Reserve Bank
US-Konjunkturprognosen gesenkt

In den USA haben Volkswirte einer Notenbank-Umfrage zufolge ihre Konjunkturprognosen für das laufende Quartal und das Gesamtjahr gesenkt.

Reuters NEW YORK. Wie eine am Dienstag veröffentlichte Umfrage der Federal Reserve Bank von Philadelphia ergab, erwarten die Experten für 2003 nun ein Wachstum des US-Bruttoinlandsprodukts von nur noch 2,2 %. Vor drei Monaten lautete die Prognose auf 2,5 %.

Die Fed von Philadelphia führte die Korrektur größtenteils auf die revidierten Wachstumserwartungen für das zweite Quartal zurück. Demnach rechnen die Volkswirte für die laufende Drei-Monats-Periode im Schnitt mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von lediglich 1,8 % nach einer Prognose von 2,7 % in der vorangegangenen Umfrage. Im ersten Quartal wuchs die US-Wirtschaft um 1,6 %. Volkswirte erwarten, dass sich die Geschäftsaktivität unter dem Eindruck des Irak-Kriegs nur langsam beschleunigt.

Die Befragten gehen von einer konjunkturellen Erholung im Laufe des zweiten Halbjahrs aus. So rechnen sie damit, dass das BIP im dritten und im vierten Quartal mit einer Jahresrate von jeweils 3,4 % zulegen wird. Für das kommende Jahr wird ein Wachstum von 3,6 % prognostiziert.

Bei der Preisentwicklung sehen die Volkswirte der Umfrage zufolge keinen Grund zur Sorge. Die Experten erwarten einen Anstieg der Verbraucherpreise von 2,4 (bisherige Prognose 2,2) Prozent im laufenden und von 2,3 % im nächsten Jahr.

Vergangene Woche hatten schwache Preisdaten an den Finanzmärkten Befürchtungen genährt, dass der weltgrößten Volkswirtschaft eine konjunkturdämpfende Abwärtsspirale bei den Preisen (Deflation) drohen könnte. Davor hatte sich bereits die US-Notenbank (Fed) besorgt gezeigt über einen anhaltenden Rückgang der Inflation.

Die Aussichten für den US-Arbeitsmarkt bewerten die Analysten unverändert. Demzufolge wird die Arbeitslosenquote 2003 weiterhin mit 5,9 % vorausgesagt. Angesichts der schleppenden Konjunkturentwicklung erwarten die Experten inzwischen auch das Zinsniveau niedriger, als sie es bislang prognostiziert hatten. So sagten sie die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen, an die viele US-Hypothekenzinsen gekoppelt sind, bis zum Jahresende nur noch mit 4,3 (4,6) Prozent voraus.

An der vierteljährlich vorgenommenen Umfrage beteiligen sich 35 Volkswirte ganz unterschiedlicher Einrichtungen, so etwa der Investmentbank JP Morgan Chase, des Verbandes der Hausbauer und der Universität von Georgia.

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