Umfrage der Wirtschaftsauskunftei Creditreform
Stimmung im Handwerk auf dem Tiefpunkt

Die Stimmung im deutschen Handwerk befindet sich ungeachtet der ersten Anzeichen für eine konjunkturelle Erholung auf einem neuen Tiefpunkt. Gut ein Drittel der Betriebe rechnet in den kommenden Monaten mit Umsatzrückgängen. Mehr als 40 Prozent erwarten sinkende Erträge. Mehr als ein Viertel der Betriebe plant einen Stellenabbau. Das geht aus einer am Dienstag in Düsseldorf veröffentlichten Umfrage der Wirtschaftsauskunftei Creditreform hervor.

ap DÜSSELDORF. Das Unternehmen hatte rund 3.600 Handwerksbetriebe in Ost und West befragt. Das Ergebnis: Vor allem in Westdeutschland hat sich das Geschäftsklima drastisch verschlechtert. 43 Prozent der befragten Betriebe mussten in den letzten Monaten sinkende Umsätze hinnehmen. Gut 40 Prozent der Betriebe trennten sich von Mitarbeitern. Dagegen schufen nur 15 Prozent der Unternehmen neue Arbeitsplätze. Auch in den nächsten Monaten werde sich das Handwerk verstärkt von Mitarbeitern trennen, betonte die Wirtschaftsauskunftei. Die dunkelsten Arbeitsmarktprognosen gäben Zimmerer, Fliesenleger und Maler/Lackierer ab: Hier müssten über 40 Prozent der Betriebe Beschäftigte entlassen.

Trotz der ersten Anzeichen für einen Wirtschaftsaufschwung rechnet nur jeder fünfte Handwerksbetrieb in Deutschland mit Umsatzsteigerungen. Pessimistische Ertragsprognosen lieferten insbesondere das Baugewerbe und der holz- und kunststoffverarbeitende Sektor.

Handwerkspräsident Dieter Philipp hatte erst am Wochenende erklärt, er rechne für dieses Jahr mit einem Verlust von 50.000 Arbeitsplätzen in den Bau- und Ausbaubetrieben. Insgesamt sank die Zahl der Beschäftigten im Handwerk seit 1996 von rund 6,5 Millionen auf aktuell noch rund 5,6 Millionen.

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