Umfrage des Handelsblatt Business Monitors
Top-Manager erwarten steigende Erträge und verbesserte Standortbedingungen

HB DÜSSELDORF. Der Wirtschaftsstandort Deutschland ist in den Augen der deutschen Führungskräfte so attraktiv wie schon lange nicht mehr: Rund drei Viertel der deutschen Manager bewerten die Standortbedingungen positiv. Dies ergab die September-Umfrage im Rahmen des Han-delsblatt Business-Monitors (Freitagausgabe). Demnach erwarten 58% der befragten deut-schen Spitzen-Manager eine Verbesserung der Standortbedingungen in Deutschland in den kommenden zwölf Monaten. Dieser Anteil liegt um 13 Prozentpunkte höher als bei der letzten Umfrage im Juni. Zudem glauben 18%, dass die Standortbedingungen "gleich gut" bleiben. Nur 24% erwarten dagegen, dass die Standortbedingungen "gleich schlecht" bleiben oder sich verschlechtern. Damit erhielt der Standort Deutschland die besten Noten seit dem Start der Befragungen im Rahmen des Business Monitors Anfang 1999.

Die gute Stimmung schlägt sich auch in Rekordwerten beim Investitions- und beim Be-schäftigungsklima nieder. 43% der Befragten wollen ihre Investitionen in den kommen-den zwölf Monaten ausweiten, 15% beabsichtigen, weniger zu investieren als zuletzt (42% planen ein konmstantes Investitionsvolumen). Immerhin 39%der Befragten wollen die Zahl ihrer Mitarbeiter in absehbarer Zeit erhöhen, 22%wollen sie senken.

Auch die Ertragslage wird ausgesprochen günstig eingeschätzt. Für dieses und das kom-mende Jahr erwartet eine deutliche Mehrheit der Befragten steigende Erträge (für das Jahr 2000:57%;für 2001: 61%).

Die rot-grüne Steuerreform hat zu der verbesserten Stimmung offenbar teilweise beigetragen. Sie erhält von den Managern die Gesamtnote "befriedigend" (2,8) (1 = sehr gut, 2 = gut, 3 = befriedigend, 4 = ausreichend, 5 = mangel-haft).

Eine Mehrheit von 56% der Befragten befindet, die Steuerreform werde die Wettbe-werbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft "kaum verbessern";immerhin ein gutes Drittel ist davon überzeugt, dass sich die Wettbewerbsfähigkeit "stark verbessern" werde. Jeweils rund drei Viertel der Führungskräfte halten die Steuerreform für verbesserungsfähig:74% meinen, der Spitzensteuersatz müsse stärker gesenkt werden, ebenfalls 74% fordern, Schritte der Steuersatzsenkung zeitlich vorzuziehen.

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