Umfrage des Marktforschungsinstituts TNS Emnid
Sicherheit bei Wahl des Online-Anbieters gefragt

Bei der Auswahl ihres Internet-Anbieters schauen die Nutzer einer Studie zufolge mehr auf die angebotene Sicherheit als auf den Preis. Sicherheit allgemein stehe in der Kundengunst noch vor der Stabilität des Netzwerks und erst an dritter Stelle entschieden sich die künftigen Surfer nach dem Preis, hieß es in einer am Dienstag in Berlin veröffentlichten Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) und des Internet-Anbieters AOL.

Reuters BERLIN. In der vom Marktforschungsinstitut TNS Emnid als repräsentativ bezeichneten Umfrage sehen sich die User aber als erste in der Pflicht, für ihre eigene Sicherheit im Netz zu sorgen. Erst an zweiter Stelle machten sie dafür die Online-Dienste oder Internet-Provider verantwortlich.

Als weniger wichtig erachteten die Befragten Service und Geschwindigkeit des Anbieters sowie Filter zur Abwehr von unerwünschten Massen-Mails (Spam) als Auswahlkriterium des Online-Dienstes. Werbe-Mails, die oft in betrügerischer Absicht verschickt werden und teilweise auch Filtersoftware umgehen, verstopfen zunehmend die virtuellen Briefkästen der Internetnutzer. "Spams nerven wahnsinnig, sind aber auch noch gefährlich", sagte AOL-Sprecher Marc-Sven Kopka bei der Vorstellung der Studie. AOL fange täglich rund zwei Mrd. der Massenmails von vornherein ab, bevor diese den Mail-Adressaten erreichten. Auch vom wirtschaftlichen Aspekt seien Spam-Mails schädlich, da sie beispielsweise Netzwerkkapazitäten beanspruchten und erwünschte Werbung schwer möglich machten. "Das ist ein Problem für die ganze Branche", sagte Kopka weiter. AOL, Microsoft und Yahoo! hatten darum kürzlich eine Kooperation zur Blockade massenhaft versandter Werbe-E-Mails vereinbart.

Der Studie zufolge wird die Regierung an vierter Stelle noch nach den Anbietern von Internet-Seiten als verantwortlich für das sichere Surfen genannt. Vor allem ältere Menschen als auch ungeübte Onlinenutzer bedürften einfacher Software-Anpassungen, um sich im Netz schützen zu können, sagte Ulrich Sandl, Referatsleiter IT-Sicherheit im BMWA. "Hier sehen wir vor allem die Provider in der Pflicht." Der Untersuchung zufolge halten nur rund ein Drittel der Befragten das World Wide Web für sicher.

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