Umfrage
DIHK: Standort Deutschland nur mäßig attraktiv

Der Wirtschaftsstandort Deutschland ist in den Augen der deutschen Unternehmen nur mäßig attraktiv.

dpa BERLIN. Das ergab eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) bei 20 000 Betrieben, die am Freitag in Berlin vorgestellt wurde. Als dringendste Maßnahme zur Aufwertung des Standortes wurde dabei die Senkung von Steuern und Sozialbeiträgen genannt. "Es ist ein Punkt erreicht, wo Bürger und Wirtschaft das gesamte System der Steuern und Abgaben nicht mehr akzeptieren", sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben. Die besten Noten der heimischen Unternehmer erhielt Frankfurt/Main.

An zweiter Stelle der Mängelliste steht der Arbeitsmarkt. Gut 60 % der Betriebe sehen beim Arbeits- und Tarifrecht wichtigen Änderungsbedarf. Die Unternehmen könnten Lohn- und Gehaltszahlungen nicht schnell genug an ihre Auftrags- und Ertragslage anpassen. 42 % der Unternehmen meinen, dass moderate Lohnpolitik zu den notwendigsten Maßnahmen zähle, um die Attraktivität des Standortes zu erhöhen. In den Regionen werden hohe kommunale Steuern, Abgaben und Gebühren als wichtigste Standortschwächen bezeichnet.

Frankfurt/Main schnitt gut ab

Überrascht zeigte sich Wansleben über das gute Abschneiden von Frankfurt/Main. "Wir hätten gedacht, dass die attraktivsten Standorte im Süden liegen", sagte er. Gefragt wurde nach der subjektiven Bewertung der Standortbedingungen am Unternehmenssitz. München landete dabei erst auf Platz acht - hinter Offenbach, Aschaffenburg, Fulda, Hamburg, Köln und Stuttgart. Berlin lag auf Rang 59. Schlusslicht war auf Platz 69 Cottbus. Das beste Standort Ranking Ostdeutschlands bekam Rostock mit einem Rang 28. Wansleben sagte: "Ostdeutsche Standorte haben nicht das Image, das sie brauchen." Eine große Rolle spielten vor allem die Verkehrsanbindung und Ausbildungsfragen.

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