Umfrage-Fälschung
Türkei verbietet Umfragen vor Wahl im November

Die türkische Wahlbehörde hat für die am Mittwoch beginnende offizielle Wahlkampfphase alle Umfragen untersagt.

Reuters ANKARA. "Mit dem Beginn des Wahlkalenders sind Umfragen und Referenden verboten", sagte der Vorsitzende des Nationalen Wahlbehörde, Tufan Algan, am Dienstag in Ankara. Auch vor der Wahl 1999 war das Verbot verhängt worden, um die verbreitete Praxis der Umfragefälschung zu bekämpfen. Dem Staatsanzeiger zufolge müssen die Parteien bis zum 11. September eine vorläufige Kandidatenliste einreichen, die dann am 26. September festgeschrieben wird.

Letzten Umfragen zufolge liegt die Gerechtigkeits- und Fortschrittspartei (AK) von Recep Tayyip Erdogan vorne, die Nachfolgerin der wegen ihrer radikalen moslemischen Pläne verbotenen Tugend- und Wohlfahrtspartei. Die Sozialdemokratische Partei (DSP) von Ministerpräsident Bülent Ecevit muss befürchten, dass sie die Zehn-Prozent-Hürde nicht schafft. Viele DSP-Mitglieder sind ausgetreten und haben sich der Neuen Türkischen Partei (YTP) angeschlossen, die von dem ehemaligen Außenminister Ismail Cem gegründet wurde. Ihre Gründung war an den Finanzmärkten begrüßt worden.

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