Umfrage
Mexikaner befürworten Abtreibung - Erzbischof droht mit Exkommunikation

afp MEXIKO-STADT. Auf dem Höhepunkt der öffentlichen Debatte um strengere Abtreibungsgesetze in Mexiko haben sich fast zwei Drittel der Bevölkerung gegen eine Verschärfung ausgesprochen. In einer am Mittwoch (Ortszeit) veröffentlichten Umfrage der Zeitung "Reforma" sagten 61 Prozent der Befragten, Abtreibungen müssten in bestimmten Fällen erlaubt sein. 32 Prozent der Befragten sprachen sich dagegen für ein generelles Verbot von Abtreibungen aus.

Die Diskussion spaltet auch die Politik in zwei Lager: Im Bundesstaat Guanajuato wurde Anfang des Monats eine Regelung verabschiedet, die eine Abtreibung auch dann verbietet, wenn die Schwangerschaft die Folge einer Vergewaltigung ist. Der Bürgermeister von Mexiko-Stadt, Rosario Robles, plädiert hingegen für eine Liberalisierung der bestehenden Regelungungen.

Der katholische Erzbischof von Mexiko-Stadt, Norberto Rivera, drohte mit der Exkommunikation all derer, die abtreiben lassen oder sich für Abtreibung einsetzten. In Mexiko sind mehr als 90 Prozent der Bevölkerung katholisch. Derzeit dürfen Mexikanerinnen nach einer Vergewaltigung abtreiben oder wenn das Leben der Mutter in Gefahr ist.

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