Umfrage
Obamas Umfragewerte brechen ein

Einen dramatischen Einbruch seiner Umfragewerte im US-Präsidentschaftswahlkampf muss Barack Obama einstecken. Nicht nur im Rennen um die Kandidatur der Demokraten büßte er seinen komfortablen Vorsprung ein, auch im direkten Vergleich zum Kandidaten der Republikaner sieht es nicht gut aus.

HB WASHINGTON. Im Rennen um die Kandidatur der Demokraten büßte der Senator aus Illinois seinen komfortablen Vorsprung von 14 Prozentpunkten auf seine innerparteiliche Rivalin Hillary Clinton nahezu komplett ein. Im direkten Vergleich mit dem Kandidaten der Republikaner, John McCain, geriet er zudem nach einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage von Reuters und Zogby erstmals in Rückstand, nachdem er im Februar noch klar in Führung lag.

McCain drehte das Ergebnis zu seinen Gunsten um. 46 Prozent der Befragten gaben nun an, für den Senator aus Arizona zu stimmen. Nur noch 40 Prozent bevorzugten Obama.

Gegen Clinton würde McCain ebenfalls gewinnen, und zwar mit 48 zu 40 Prozent. Der New Yorker Senatorin gelang es somit immerhin, etwas Boden gutzumachen. Im Februar lag sie noch zwölf Punkte hinter McCain.

Zu Obama konnte sie in der aktuellen Umfrage fast aufschließen, nachdem er im Februar dank seiner Siegesserie bei den Vorwahlen erstmals auch landesweit in Führung gegangen war. Obama liegt zwar mit 47 zu 44 Prozent immer noch vorne, doch statistisch ist der Vorsprung angesichts einer Fehlerquote von 4,4 Prozent praktisch vernachlässigbar.

Nach Einschätzung von Meinungsforscher John Zogby machten Obama vor allem die vergangenen zwei Wochen zu schaffen. Clinton verschärfte in dieser Zeit ihre Angriffe gegen Obama. Zugleich geriet er wegen seines früheren Pastors unter Druck, der unter anderem den USA vorwarf, rassistisch zu sein. Die nächste Vorwahl findet am 22. April in Pennsylvania statt. Dann geht es das letzte Mal auf einen Schlag um eine größere Zahl von Delegierten, die für eine Nominierung benötigt werden.

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