Umfrage startet
Dax-Sentiment: Entscheidende Woche steht bevor

Ausbruch aus dem Abwärtstrend oder ein neues Jahrestief - der Dax steht in der kommenden Woche vor einer Richtungsentscheidung. Großen Einfluss dürfte die Stimmung an der Börse in der nächsten Woche haben. Ob Pessimismus oder Optimismus regieren, das erfahren Sie durch die Online-Umfrage Dax-Sentiment. Machen Sie mit.

DÜSSELDORF. Nach Einschätzung von technischen Analysten gibt es zwei wichtige Marken für den Dax. Als Widerstand ist die obere Begrenzung des Abwärtstrends seit Anfang Januar 2008 bei  aktuell rund 6 500 Punkten, als Unterstützung das bisherige Jahrestief bei 5 999 Zählern. Ein Bruch einer dieser beiden Marken - so die Meinung aller technischen Analysten - dürfte entweder weitere Kursverluste nach sich ziehen oder (im positiven Fall) weitere drastische Kursverluste verhindern.

Derzeit stehen die Zeichen eher auf ein neues Jahrestief. Der Dax hat am heutigen Donnerstag zwischenzeiutlich die Marke von 6 100 Punkten unterschritten. Nach dem Kurssprung am Montag auf das Wochenhoch von 6 356 Punkten ging es kontunierlich abwärts.

Damit waren die Sentiment-Ergebnisse kein Kontraindikator wie in vielen Umfragen zuvor. Dieses Woche folgte der Dax den pessimistischen Einschätzungen der Anleger. 52 Prozent hatten in dieser Woche einen fallenden deutschen Leitindex erwartet. Die Auswertung der aktuellen Umfrageergebnisse durch den Sentiment-Experten Thomas Theuerzeit musste krankheitsbedingt am vergangenen Montag leider entfallen.

Die Umfrage startet jeden Donnerstag um 16 Uhr und endet am Sonntag um 18 Uhr. Die Auswertung steht Montagmittags auf Handelsblatt.com zur Verfügung. Einfacher haben es Leser, die sich für eine kostenlose Erinnerungsmail (Sentiment-Newsletter, siehe unten) eintragen. Sie erhalten automatisch eine Mail mit der Bitte, an der Umfrage teilnehmen, und eine mit dem Hinweis darauf, dass eine neue Experten-Auswertung auf Handelsblatt.com zu lesen ist. Auszüge der Auswertung können Anleger dann auch in den Marktberichten auf der Handelsblatt-Website lesen.

Was kann man von Sentimentanalysen lernen? Anleger kennen die alte Börsenweisheit: "Buy on bad news" und "Sell on good news". Was übersetzt heißen soll: Ist die Stimmung gut, sollte man Aktien verkaufen, ist hingegen die Stimmung schlecht, sollte man sie eher kaufen. Eben ganz im Sinne der gegensätzlichen Meinung ("Contrarian-Theory"). Diese Theorie geht davon aus, dass die allgemeine Meinungsbildung über Markttendenzen falsch ist.

Grundidee ist, dass in einer euphorischen Börsenstimmung die meisten Anleger bereits investiert sind und so nur noch wenig Liquidität für weitere Kurssteigerungen vorhanden ist. Bei einer schlechten Börsenstimmung hingegen halten viele Anleger Bargeld, das zu steigenden Kursen führt, sobald es wieder investiert wird.

"Doch so einfach ist es leider nicht immer" sagt Theuerzeit. Klassische Stimmungsindikatoren sind oftmals verzerrt und liefern daher nur begrenzt eine sinnvolle Indikation. Es gilt, diese Verzerrungen herauszufiltern um ein mögliches "realitätsnahes Stimmungsbild" zu erhalten. Hier helfen beispielsweise zusätzliche Informationen wie, von welchen Themen werden Anleger derzeit geleitet - sind sie aktuell im Markt investiert und welchen Zeithorizont bevorzugen sie? "Diese werden diese Erkenntnisse im Sinne der verhaltensorientierten Kapitalmarktanalyse ("Behavioral Finance") erforscht und liefern eine weitere Hilfestellung, um die Märkte transparenter zu machen", sagt Theuerzeit.

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