Umfrage
Unternehmer beklagen Qualitätsunterschiede der Arbeitsämter

Die Qualität der deutschen Arbeitsämter weist aus Unternehmersicht erhebliche Niveauunterschiede auf. Die schlechtesten Noten erhielten Arbeitsämter in Stuttgart, Köln und Ludwigshafen, ergab eine am Dienstag veröffentlichte Forsa-Umfrage im Auftrag des Unternehmermagazins "Impulse" . Die beste Arbeitsvermittlungsbehörde befindet sich demnach im sächsischen Plauen, gefolgt von Essen und Altenburg.

ddp BERLIN. In jedem der 181 Arbeitsamtsbezirke befragten die Interviewer laut Forsa-Chef Manfred Güllner jeweils 100 repräsentativ ausgewählte Unternehmer nach ihren Erfahrungen mit dem örtlichen Arbeitsamt. Mit der Kompetenz der Arbeitsamtsmitarbeiter, dem Service und der Bearbeitungsdauer zeigten sich rund 60 Prozent der Firmenchefs zufrieden. Herbe Kritik äußerten allerdings sieben von zehn Unternehmern an der Qualität der angebotenen Bewerber. Insbesondere Inhaber kleiner Betriebe bemängelten diesen Punkt.

"Impulse"-Chefredakteur Thomas Voigt zog aus der Studie den Schluss, die deutschen Arbeitsämter seien besser als ihr Ruf. Dennoch gebe es erhebliche Leistungsunterschiede. Parallel zur Unternehmerumfrage wurden auch die Direktoren der Arbeitsämter befragt. Trotz eines "Maulkorberlasses" der Bundesanstalt für Arbeit hätten 50 Behördenchefs Rede und Antwort gestanden, sagte Voigt. 30 von ihnen beklagten laut Forsa "zu viele und zu komplizierte Weisungen und zuviel Bürokratie" aus Nürnberg.

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