Umfrage veröffentlicht
Online-Musikverkauf noch nicht vor dem Durchbruch

Der Verkauf von Musik über das Internet wird sich einer Studie zufolge vorerst nicht auf breiter Front durchsetzen. Noch werde ein Durchbruch dieses Vertriebsweges durch nicht einheitliche Systeme der Zugriffskontrolle verhindert, hieß es in einer am Mittwoch in Los Angeles (im US-Bundesstaat Kalifornien) veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsunternehmens GartnerG2.

Reuters LOS ANGELES. Die Firma rät den großen Plattenfirmen deshalb, eine gemeinsames System zu entwickeln. Mit einer Zugriffskontrolle wollen die Plattenverlage sicherstellen, dass Musikstücke nur gegen Bezahlung aus dem Internet heruntergeladen werden können.

GartnerG2 befragte nach eigenen Angaben 4 000 erwachsene Internetnutzer und kam zu dem Ergebnis, dass lediglich sechs Prozent von ihnen in den drei vorhergegangenen Monaten Musik über das Web kauften. Der Umfrage zufolge besuchte ein Viertel der Befragten Websites oder Tauschbörsen, um Lieblingsmelodien herunterzuladen.

Der Studie zufolge suchen die fünf großen Plattenfirmen BMG (Bertelsmann), Vivendi Universal's, Universal Music, Sony Music, AOL Time Warner und EMI zurzeit getrennt nach einem sicheren Verfahren für das "Digital Rights Management" (DRM), wie die Sicherung der Urheberrechte im Internet genannt wird. Nach Einschätzung von GartnerG2 hat der Internet-Verkauf von Musik aber erst eine echte Chance, wenn die Firmen gemeinsam ein extrem benutzerfreundliches Zugriffskontrollsystem entwickeln. "Damit ist aber vor dem Jahr 2002 kaum zu rechnen", sagte PJ McNealy von GartnerG2.

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