Umfrage zu E-Commerce und Online-Shopping
Internet-Händler in Europa leiden unter Kundenmangel

Gut die Hälfte der Westeuropäer hat schon einen Internetzugang. Aber nur jeder fünfte dieser potenziellen Kunden hat im vergangenen halben Jahr auch online eingekauft. Das hat das "Wall Street Journal Europe" zusammen mit der GfK Ad hoc Research Worldwide in einer Umfrage unter 9 500 westeuropäischen Konsumenten herausgefunden.

bba BRÜSSEL. Und wenn die Kunden dann einkaufen, legen sie nur wenige Waren in ihren virtuellen Warenkorb. Lediglich etwas mehr als ein Drittel der Internet-Käufer haben im letzten halben Jahr mehr als 200 Euro für Einkäufe im Internet ausgegeben, so das ernüchternde Ergebnis der GfK-Umfrage. Zum Vergleich: In den USA wenden Internetkunden laut Forrester Research jeden Monat im Schnitt 273 $ (320 Euro) für Online-Einkäufe auf.

Die Zurückhaltung europäischer Käufer stellt Web-Händler aus der Old Economy und reine Internet-Companies vor ein echtes Problem, die ihre Verwaltungskosten senken und in die Gewinnzone kommen müssen. Noch vor eineinhalb Jahren hatte die Investmentbank Merrill Lynch geschätzt, dass sich der Handel für internetfähige Produkte wie Bücher oder Reisen zu 10 bis 15 % ins Internet verlagern werde. Anfang des Jahres mussten sie fest stellen, dass Europa beim E-Commerce noch weit hinter den USA zurückliegt und korrigierten ihre Prognose auf 5 bis 10 %.

Mittlerweile wächst bei Analysten die Überzeugung, dass zumindest in Europa das Web dem traditionellen Einzelhandel vorerst keine ernste Konkurrenz machen wird. Diese Einschätzung deckt sich mit dem Ergebnis der aktuellen Umfrage. Ein Trost: Im europäischen Vergleich hat Deutschland neben Großbritannien den noch am weitesten entwickelten E-Commerce-Handel.

Gründe, die die Verbraucher vom online-shoppen abhalten, sind unter anderem die hohen Kosten für die Nutzung (Frankreich) und die Skepsis gegenüber der Zahlung mit Kreditkarten (Schweden).

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