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Umfragen: Private Equity- und Venture Capital-Markt 2004 vor deutlichem Aufwärtstrend

Die aktuellen Ergebnisse der Deloitte & Touche Private Equity Umfrage und des Venture Capital ...

Die aktuellen Ergebnisse der Deloitte & Touche Private Equity Umfrage und des Venture Capital Barometers fallen höchst optimistisch aus. Vierteljährlich werden etwa 2000 PE- und VC-Manager aus Deutschland, der Schweiz und Österreich zu ihren Erwartungen befragt. Sehr positiv sehen die Umfrageteilnehmer die prognostizierte Entwicklung sowohl der allgemeinen als auch der branchenspezifischen Konjunktur in den kommenden sechs Monaten. Für Deal-Aktivitäten setzt sich der stabilisierende Trend der vergangenen Quartale fort, das Fundraising bleibt weiterhin das Sorgenkind der Branche.
Eine zügige Wiederbelebung der Private Equity-Branche in den kommenden neun Monaten wird von deutlich mehr als der Hälfte der Befragten erwartet. Dies gilt allerdings noch nicht für die Venture Capital-Branche, wo ein Aufschwung erst innerhalb der nächsten zwölf Monate oder noch später gesehen wird.
Besonderer Optimismus ist vor allem bei der erwarteten Wertentwicklung der Beteiligungen zu verzeichnen: Beide Branchen rechnen 2004 mit besseren Ertragsaussichten, die den Wert der Portfoliounternehmen wieder über ihren jeweiligen Kaufpreis steigen lassen.
Wachstumstreiber in der Venture Capital-Industrie werden die Sektoren Medizintechnik/Life Science, Nanotechnologie und Sicherheitstechnik sein. Investitionen werden voraussichtlich überwiegend in Größenordnungen von 1 bis 5 Mio. € getätigt werden. Hoffnung besteht vermehrt, dass die Bundesregierung ihre Förderprogramme wieder ausweiten wird. Weiterhin erwarten die VC-Marktteilnehmer, dass Exits vornehmlich über Weiterverkäufe (Trade Sale) und M&A zu realisieren. IPO’s wird unverändert keine signifikante Bedeutung als Exitkanal zugemessen.
Auch in der Private Equity-Branche setzt sich der positive Trend der Vorquartale fort. So erreicht der Private-Equity-Stimmungsindikator einen absoluten Spitzenwert. Allerdings hat das Aufleben der PE-Branche auch ihre Schattenseiten. Die zunehmende Aktivität ausländischer Investoren wird nach Erwartung der PE-Manager den Wettbewerb im deutsprachigen PE-Markt verschärfen. Zudem stellen die PE-Manager beim Screening potenzieller Investitionsobjekte noch höhere Ansprüche als in der Vergangenheit. Besonders bemerkenswert ist, dass qualitativen Faktoren wie z.B. der Kompetenz des Managements dabei ein höherer Stellenwert eingeräumt wird als der erzielbaren Rendite.
Bei der Verfügbarkeit von Mitteln für die Finanzierung von Transaktionen ist nur vorsichtiger Optimismus für die kommenden sechs Monate zu verzeichnen. Obwohl immerhin 20% der Befragten auf eine leicht entspannte Situation hoffen, sehen 80% die restriktive Kreditpolitik der Banken immer noch als schwierig an. "Dieses Problem wird die Branche noch eine Weile begleiten. Über 70% der befragten PE-Investoren sind der Meinung, dass der Einsatz von Mezzanine-Kapital für den Mittelstand an Bedeutung gewinnen wird, um Expansionen und Refinanzierungen vorzunehmen.
Das Private Equity- und Venture Capital-Team von Deloitte & Touche untersucht die Erwartungen und Aussichten der beiden Branchen durch zwei sektorspezifische und regelmäßig vierteljährlich durchgeführte Studien, die Private Equity Survey und das Venture Capital Barometer. Zu ihren Markteinschätzungen für die nächsten zwei Quartale wurden wieder mehr als 2000 Investmentmanager der Venture Capital- und Private Equity-Branche mittels Fragebogen befragt. Deloitte & Touche Private Equity- und Venture Capital-Umfragen erscheinen in den Ländern Australien/Neuseeland, USA, Deutschland, Österreich, Schweiz, Großbritannien, Hong Kong/China, Israel, Italien, Kanada, Niederlande, sowie für Central Europe in Ländern wie Polen, Tschechische Republik, Ungarn.

Quelle: FINANZ BETRIEB, 05.02.2004

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