Umfragen stacheln den "Kampfgeist" an
Union setzt im Wahlkampf-Schlussspurt auf Wirtschaft

Mit einer hauptsächlich auf Wirtschaft und Arbeitsplätze zugeschnittenen Schlusskampagne will die Union den Sieg bei der Bundestagswahl erreichen.

HB/dpa BERLIN. Die verbleibenden Tage bis zur Wahl am Sonntag würden von der Union unter das Motto "Nicht noch mal vier Jahre Rot-Grün - Deutschland wählt Arbeitsplätze und Wachstum" gestellt, sagte CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer am Montag in Berlin. Das Thema Zuwanderung sei nur ein "Unterthema" in diesem Zusammenhang.

Meyer zeigte sich überzeugt, dass die Union die Wahl gewinnen werde. CDU/CSU könnten auf einen "historisch hohen Mobilisierungsgrad" ihrer Anhänger und eine große Geschlossenheit vertrauen. Die aktuellen Umfragen, in denen die Union schlechter abschneidet als die SPD, hätten den "Kampfgeist" nur noch angestachelt. Es werde knapp, "aber wir werden gewinnen".

Der Generalsekretär bestritt, dass die Union dem Thema Zuwanderung in der Schlussphase des Wahlkampfes höhere Bedeutung als ursprünglich geplant einräumen wolle. Die rot-grüne Koalition hatte die Union zuvor eindringlich vor einer Betonung der Zuwanderungsfragen gewarnt. Meyer warf Schröder in der Debatte um die Irak-Politik einen "riesengroßen Betrug" vor. Der Kanzler spiele mit "der Angst vor einem Krieg". Eine unionsgeführte Bundesregierung werde den USA bei einem von der Völkergemeinschaft legitimierten Krieg die Nutzung ihrer Stützpunkte in Deutschland erlauben und ihnen auch Überflugrechte für ihre Maschinen einräumen würde.

Zur Krise des Mobilfunkanbieters Mobilcom und den von der Bundesregierung zugesagten Hilfen sagte Meyer, die Schwierigkeiten des Unternehmens seien Folge der verheerenden rot-grünen Politik. Die "Kurzzeitpolitik", die die Regierung bei der Versteigerung von der UMTS-Lizenzen betrieben habe, erweise sich als Bumerang.

Mit Blick auf den Osten wolle die Union vor allem die Person von Jenoptik-Chef Lothar Späth herausstellen, der in einer von CSU-Chef Edmund Stoiber geführten Bundesregierung für Wirtschaft, Arbeit und Aufbau Ost zuständig wäre. Neben den normalen Wahlkampfterminen wollen Stoiber und CDU-Chefin Angela Merkel an diesem Dienstag mit der Vorstellung eines "Deutschland-Appells" noch einmal die Aufmerksamkeit der Wähler erreichen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%