Umfragen zur US-Wahl
McCain überholt Obama

Der republikanische Präsidentschaftskandidat liegt einer neuen Umfrage zufolge derzeit in der Wählergunst leicht vor seinem demokratischen Gegenspieler Barack Obama. Weniger als zwei Monate vor der US-Präsidentenwahl am 4. November ist das Rennen ums Weiße Haus damit völlig offen.

HB WASHINGTON. Laut einer am Sonntagabend von der Zeitung "USA Today" veröffentlichten Erhebung des Instituts Gallup käme McCain derzeit auf 50 Prozent der Stimmen, während sein demokratischer Rivale Barack Obama 46 Prozent erzielte. Dies stelle den größten Vorsprung für die Republikaner seit Januar dar, berichtete die Zeitung. Noch vor dem Parteitag der Republikaner hatte der Senator aus Arizona in der Umfrage sieben Prozentpunkte hinter Obama gelegen.

McCain profitierte zuletzt offensichtlich vom Nominierungsparteitag der Republikaner und den überwiegend ausgesprochen positiven Reaktionen auf seine Vizepräsidenten-Kandidatin Sarah Palin. Experten wiesen jedoch daraufhin, dass Umfragen direkt nach den als große Medienveranstaltungen inszenierten Nominierungsparteitagen nicht sehr aussagekräftig sind. Bei den Stimmengewinnen in der Umfrage dürfte es sich somit eher um einen kurzfristigen Effekt handelt. Die Erhebung des Gallup-Instituts hat eine Irrtumswahrscheinlichkeit von rund zwei Prozent.

Auf dem Parteitag der Republikaner hatte sich McCain in der vergangenen Woche als Garant für einen Politikwechsel in Washington dargestellt und sich damit ein zentrales Wahlversprechen seines Gegners Obama zu eigen gemacht. Der scheidende und weitgehend unpopuläre Präsident George W. Bush ist wie McCain ein Republikaner.

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