Umorientierung im Getränkehandel
Holsten-Brauerei: Dosenpfand ist verbraucherfeindlich

Die Kosten für Einrichtung und Betrieb der Rücknahmesysteme würden an die Kunden weitergegeben, sagte Sprecher Udo Franke am Donnerstag

vwd HAMBURG. Die Holsten AG, -Brauerei Hamburg, bezeichnet die geplante Einführung des Dosenpfandes als verbraucherfeindlich. Die Kosten für Einrichtung und Betrieb der Rücknahmesysteme würden an die Kunden weitergegeben, sagte Sprecher Udo Franke am Donnerstag auf Anfrage von vwd. Die Margen der Unternehmen seien so gering, dass die zusätzlichen Kosten nicht getragen werden könnten. Welcher Betrag dann zu dem Pfand von 0,25 Euro pro Dose hinzukomme, sagte er nicht. Die Höhe hänge von den angebotenen Systemen ab.

Außerdem sei nicht zu erwarten, dass die Verbraucher nach der Einführung des Dosenpfandes vermehrt zu Mehrwegverpackungen greifen würden, sagte der Sprecher. Viele junge Menschen würden nach wie vor zur "mobilen Dose" greifen, viele ältere würden bei Glas bleiben. Eine Umorientierung erwartet die Brauerei zudem im Getränkehandel. Zwei Rücknahmesysteme, für Glas und Dosen, werde kaum jemand vorhalten. Gerechnet nach Fläche und Arbeit beim Lagern etc. liege der Vorteil ganz eindeutig bei der Dose. In Schweden habe sich nach der Einführung eines Dosenpfandes der Verbrauch von Mehrwegflaschen halbiert, führte Franke an.

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